Der Sportvorstand des 1. FC Köln, Armin Veh, kündigte jüngst an, noch einmal nach Verstärkung für die Offensive suchen zu wollen. "Wir suchen einen Spieler, der Tempo hat und Eins-gegen-eins-Situationen lösen kann", so der 57-Jährige gegenüber der Sport Bild (via meinwerder.de). Möglicherweise führt die Spur im Zuge dessen zu Florian Kainz, der bei Werder Bremen keine Chance auf einen Stammplatz hat. Wie Peter Linden, Ex-Sportredakteur der österreichischen Neuen Kronen Zeitung, meldet, wäre diese Entwicklung keine Überraschung.


Dass Florian Kainz Talent hat, kann man dem quirligen Österreicher nicht abstreiten. Das Problem des 26-Jährigen ist jedoch, dass er sein vorhandenes Potenzial zu selten aufblitzen lässt. Beim 6:1 im Pokal gegen Wormatia Worms deutete er jene Qualitäten noch einmal an, doch drei Monate später bringt er es auf gerade einmal 362 Einsatzminuten in der Bundesliga.


"Flo hatte zweifellos Spiele, besonders im Pokal, in denen er mit seinen Einzelaktionen ein Türöffner war. In diese Aktionen kommt er aber nicht immer rein, sodass es schwierig wird für ihn, sich dauerhaft festzuspielen", begründet Werder-Trainer Florian Kohfeldt die derzeitige Situation. 


Seit seinem Wechsel vor zwei Jahren sammelte der Linksaußen 58 Einsätze, doch seine mangelnde Konstanz machte ihm immer wieder einen Strich durch die Rechnung, wenn es darum geht, sich endgültig festzubeißen. Aufgrund der Vertragslaufzeit bis 2020 scheint daher ein Wechsel möglich, wobei er nun mit dem 1. FC Köln in Verbindung gebracht wird.

SV Werder Bremen v 1. FC Nuernberg - Bundesliga

        Könnte Werder spätestens nach der Saison verlassen: Florian Kainz


"Die letzten Wochen haben gezeigt, das wir keinen Spieler im Kader haben, der über links mit Tempo in ein Offensiv-Dribbling gehen und sich durchsetzen kann", beklagte Veh nach den zuletzt mangelnden Ergebnissen des Absteigers. Die Verbindung mit Kainz ist kein Zufall, denn: Der 'Effzeh' verpflichtete im Sommer Louis Schaub von Rapid Wien. Der offensive Mittelfeldspieler steht nach 13 Einsätzen in der zweiten Bundesliga bei zwei Toren und sechs Assists, viel wichtiger ist jedoch: Er steht bei derselben Berateragentur wie Kainz unter Vertrag.


Die niederländische Agentur 'Topscore Soccer Consultancy' vertritt vorrangig österreichische Spieler, zu denen auch Innenverteidiger Philipp Lienhart vom SC Freiburg gehört. "Der Kontakt zwischen Veh und den Beratern Schaubs aus Holland beziehungsweise Wien sind die allerbesten", berichtete der ehemalige österreichische Sportredakteur Peter Linden in seinem ​Blog. "Zu ihren Klienten gehört seit Jahren auch Kainz. Also keine große Überraschung, wenn da etwas im Busch ist." 


Wechsel erst im Sommer?


Wie die ​Bild berichtet, wollen die Kölner Kainz eigentlich erst im Sommer verpflichten. Ein Transfer im Winter sei unter bestimmten Bedingungen allerdings vorstellbar. Gut möglich, dass dabei besonders der finanzielle Aspekt im Raum steht, da die meisten Vereine während der Transferperiode im Januar eher zurückhaltend agieren.


Für das Kölner Spiel wäre der Österreicher eine ordentliche Verstärkung - und für Kainz wäre es eine gute Gelegenheit, sich nach der wohl vermasselten Chance in Bremen noch einmal unter Beweis zu stellen.