​Nach elf Spieltagen grüßt ​Borussia Dortmund in der Bundesliga von der Tabellenspitze. Ein Grund dafür, dass das Team von Trainer Lucien Favre nach dem Sieg gegen den FC Bayern München bereits sieben Punkte Vorsprung auf den deutschen Rekordmeister hat, ist die Breite des Kaders. ​Mahmoud Dahoud war dabei zwar bislang häufig ein Leidtragender, in einem Interview fand der Mittelfeldakteur dennoch nur lobende Worte für seinen Coach und Teamkollegen ​Marco Reus.


Persönlich läuft es für den 14-fachen deutschen U21-Nationalspieler in dieser Saison bisher noch eher durchwachsen. So stand der 22-Jährige wettbewerbsübergreifend zwar immerhin in elf Partien auf dem Rasen, dabei spielte er jedoch nur selten über die volle Distanz. Auch beim Duell mit den Bayern wurde der Profi mit der Pferdelunge erst in der zweiten Halbzeit eingewechselt. Seine Hereinnahme stellte sich jedoch als goldrichtig heraus, schließlich war er ein Garant für den Aufschwung des BVB in der zweiten Spielhälfte.

Borussia Dortmund v 1. FC Union Berlin - DFB Cup

Mahmoud Dahoud respektiert seinen Trainer Lucien Favre sehr



Dennoch zeigte der Rechtsfuß nun in einem Gespräch mit Sky Verständnis dafür, dass er nicht immer in der Startelf stehen kann. "Wir haben eine hohe Qualität im Kader, da möchte jeder spielen und zeigt sich im Training", so Dahoud. Dabei attestierte er dem neuen Cheftrainer der Borussen ein "gutes Händchen", schließlich sei es, wenn man alle drei Tage ein Spiel hat, nötig zu rotieren. 


"Er weiß, wenn ich nicht auf 100 Prozent bin"


Dass er mit Favre bereits in der gemeinsamen Zeit bei Borussia Mönchengladbach zusammengearbeitet hat, bezeichnete er jedoch nicht als einen Vorteil. "Für mich war es eher ein Nachteil, schon mit Favre zusammengearbeitet zu haben. Er kennt meine Stärken und wenn ich dann nicht abliefere, weiß er, dass ich nicht auf 100 Prozent bin", so der ehrgeizige Profi, der über kurz oder lang mit Sicherheit auch den Sprung in die A-Nationalmannschaft packen will. Darüberhinaus unterstrich der Youngster, dass der Schweizer sehr akribisch arbeitet.


Doch nicht nur bei dem 61-jährigen Fußballlehrer gerät der zentrale Mittelfeldspieler ins Schwärmen. So outete er sich auch als großer Fan seines Kapitäns Marco Reus, den er als seinen "Chef" bezeichnete. "Dass wir einen Kapitän wie Marco haben, ist unglaublich. Er arbeitet wie kein anderer. Er schiebt uns alle voran", so der gebürtige Syrer.