​Nach elf Spieltagen liegt der FC Bayern München in der Bundesliga nur auf einem enttäuschenden fünftem Platz. Dabei musste sich das Team von Trainer Niko Kovac auch im ​Spitzenspiel mit Dauerrivalen Borussia Dortmund mit 2:3 beugen und hat nunmehr sieben Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze. Dabei zeigt eine Statistik deutlich auf, dass es dem deutschen Rekordmeister in dieser Spielzeit zu selten gelingt, über 90 Minuten hinweg dominant zu sein.


Eigentlich brachten sich die Münchener in vielen Spielen in dieser Saison in eine gute Ausgangslage. So lagen die Bayern in der Bundesliga in dieser Spielzeit bislang satte 431 Spielminuten in Front. Keine andere Mannschaft hatte öfters die drei Punkte vor Augen. In dieser Kategorie konnte man mit Borussia Dortmund (416 Minuten) und Borussia Mönchengladbach zwar die beiden ärgsten Widersacher abschütteln, am Ende sprangen aber weniger Punkte dabei heraus.

FC Bayern Muenchen v AEK Athens - UEFA Champions League Group E

Trainer Niko Kovac gerät immer wieder in die Kritik



Doch was lässt sich aus diesen Zahlen ableiten? Zweifelsohne hat die Medaille zwei Seiten. So kann man festhalten, dass die Bayern in fast jeder Partie die Chance haben, einen Dreier einzufahren. Das ist an sich eine gute Sache, schließlich deutet es daraufhin, dass man sich mit jedem Gegner zumindest auf Augenhöhe befindet. Wenn man aus dieser anfänglichen Dominanz jedoch zu selten Kapital schlägt, sollte die Alarmglocken läuten. In den vergangenen Jahren zeichnete sich der Serienmeister auch dadurch aus, dass es der Mannschaft mit spielerischer Leichtigkeit gelang, eine Führung souverän über die Ziellinie zu bringen.


Warum dies aktuell nicht immer gelingt, hat mit Sicherheit mehrere Gründe. Beim Spiel gegen den BVB musste das Team dem hohen Anfangstempo Tribut zollen und konnte in der zweiten Halbzeit nicht noch einmal nachlegen. Die jungen Dortmunder hingegen konnten einen Gang hochschalten und ließen so manchen Bayern-Akteur alt aussehen. Doch nicht nur die physische Komponente spielt eine Rolle. So wittern die Gegner der Bayern in dieser Saison ihre Chance und rechnen fast schon damit, dass es den Münchenern nicht gelingt, den Sack zuzumachen. 

Borussia Dortmund v FC Bayern Muenchen - Bundesliga

In der zweiten Halbzeit gegen den BVB wurden die Münchener phasenweise überrollt



Darüberhinaus muss das Starensemble von der Säbener Straße in dieser Saison häufiger einem Rückstand hinterherlaufen, als es ihnen lieb ist. So waren die Bayern bereits 169 Minuten im Hintertreffen, überraschenderweise liegen in dieser Statistik RB Leipzig (98 Minuten) und der FC Augsburg (99 Minuten) an der Spitze. Um wieder zur alten Stärke zurückzufinden, benötigt nun selbst der große FC Bayern das, was jede kriselnde Mannschaft benötigt, nämlich Erfolgserlebnisse. Rein spielerisch machte der Auftritt gegen die Schwarz-Gelben zuletzt aber durchaus Hoffnung.