​Nationalspieler ​Matthias Ginter brach im Juli 2017 seine Zelte bei ​Borussia Dortmund ab. Nach drei Jahren in Schwarz-Gelb wechselte der gebürtige Freiburger zu ​Borussia Mönchengladbach, wo er seither unumstrittener Stammspieler ist. Eine Rolle, die er bei einem Verbleib in Dortmund nicht unbedingt innegehabt hätte. 


In einem Interview mit dem Tagesspiegel erklärte Ginter, dass er sich beim BVB "gut aufgehoben gefühlt habe. Ich hatte beim BVB eine tolle Zeit", betonte der 24-Jährige. Im Sommer 2017 entschied sich der Innenverteidiger dennoch für einen Wechsel. 17 Millionen Euro Ablöse legten ​die Fohlen für den Defensivspieler auf den Tisch. "In Dortmund gab es viel Unruhe. ​Thomas Tuchel ist gegangen, ein neuer Trainer kam, dazu hat der Verein neue Verteidiger verpflichtet", gab das Eigengewächs des ​SC Freiburg zu Protokoll. 

"Deshalb habe ich mir die Frage gestellt: Will ich im Jahr vor der WM ein nicht berechenbares Risiko eingehen? Oder will ich in einem anderen Verein auf einer festen Position den nächsten Schritt machen, auch als Persönlichkeit", führte Ginter weiter aus. "Beim BVB hatte ich angesichts der Umstände nicht das Gefühl, aus der Nummer als Allrounder rauszukommen." Am Niederrhein hingegen ist der Nationalspieler in der Innenverteidigung gesetzt. Der Rechtsfuß verpasste seit seinem Wechsel keine einzige Spielminute. 


Ginter verriet zudem, dass er einst vom Freiburger Cheftrainer ​Christian Streich zum Innenverteidiger umfunktioniert wurde. "Das war in meiner ersten Bundesligasaison beim SC Freiburg. Als bei uns drei oder vier Innenverteidiger ausgefallen sind, hat Christian Streich mich in die Innenverteidigung gestellt", sagte der 24-Jährige. "So schlecht kann ich es nicht gemacht haben. Auf jeden Fall war ich auf einmal Innenverteidiger." In der Jugend habe Ginter als Achter und Zehner gespielt. In der letzten Reihe fühle er sich jedoch am wohlsten. 

FC Bayern Muenchen v Borussia Moenchengladbach - Bundesliga

Voller Einsatz: Matthias Ginter (r.) stoppt James Rodriguez


Bei der Nationalmannschaft lief der Ex-Dortmunder zuletzt als Innen- oder Rechtsverteidiger auf. Viele Unterschiede zwischen den beiden Positionen gibt es aus der Sicht von Ginter nicht. "Natürlich hat man als Außenverteidiger einen offensiveren Drang. Das gefällt mir auch", betonte der 22-fache Nationalspieler. "Generell ist es erst mal wichtig, die Seite, so gut es geht, dichtzuhalten. Die Defensive hat Priorität. Aber ich versuche auch immer wieder offensiv Akzente zu setzen."