In Kroatien hat er es schon geschafft: Dani Olmo ist Stammspieler bei Dinamo Zagreb und hat im Oktober wegen seiner starken Leistungen sein erstes Spiel für die spanische U21-Mannschaft absolviert. Nun wird er von vielen Vereinen in Europa beobachtet – auch sein Ex-Klub ​FC Barcelona hat angeblich Interesse.


Nachdem er seit 2007 die Jugendabteilungen der La Masia durchlaufen hatte, entschied sich Dani Olmo als 16-Jähriger für den Schritt nach Kroatien. Dort schaffte er schnell den Sprung zu den Profis und holte in vier Jahren drei Mal das Double aus Meisterschaft und Pokal. Diese Leistung hat auch Barça wieder auf den Plan gerufen.


Dabei hat der gebürtige Katalane Barcelona erst 2014 verlassen, weil ihm nicht zugetraut worden ist, sich in die erste Elf zu spielen. Damals war vor allem die linke Seite mit Neymar, Cristian Tello, Alexis Sánchez und Pedro hochklassig besetzt. Keiner von ihnen ist noch im Verein.


Laut Mundo Deportivo beobachten die Spanier das Eigengewächs schon seit der vergangenen Saison und könnten ihn schon bald zurück in die Heimat holen. Der Bericht besagt, dass es bereits zu einem Treffen zwischen Olmos Berater Juanma López und Barças Managern Eric Abidal und Ramón Planes gekommen sein soll. Am heutigen Abend spielt er mit der spanischen U21-Nationalmannschaft gegen Dänemark. Die Katalanen werden laut Mundo Deportivo im Stadion sein.

RSC Anderlecht v Dinamo Zagreb - UEFA Europa League - Group D

Soll schon bei vielen Top-Klubs auf dem Zettel stehen: Dani Olmo (li.)



Jetzt könnte Olmos Karriere schneller beflügelt werden. Denn obwohl der 20-Jährige bei Dinamo Zagreb noch einen gültigen Vertrag bis 2021 hat, würde Barcelona seine Dienste bereits eher benötigen. Die Saison verläuft trotz der Tabellenführung in der Liga nicht nach den Vorstellungen der Verantwortlichen und alleine durch den Ausfall von Lionel Messi büßte die Mannschaft Einiges an ihrer Spielidee ein.


Dinamo Zagreb soll 25 Millionen Euro Ablöse fordern. Das wäre er vermutlich wert: Olmo hat die „Barça-DNA“, pflegt den variablen Spielstil und ist ein begnadeter Techniker. Er könnte tatsächlich zur Mannschaft passen, die bevorzugt auf regionale Talente setzt.


Doch die Konkurrenz ist groß: Auch ​Borussia Dortmund und der ​FC Bayern München beobachten den Youngster. Auch aus Manchester gäbe es Interesse. Mundo Deportivo berichtet außerdem, dass Barça erst durch das starke Interesse vom Rivalen ​Real Madrid auf Olmo zugegangen sei. Olmo ist längst kein Geheimtipp mehr.