Die spanische Sportzeitung AS will erfahren haben, dass der ​FC Barcelona sich unter Umständen im Winter in der Defensive verstärken könnte. Dies würde nötig werden, wenn der Genesungsprozess von Samuel Umtiti nicht nach den Vorstellungen der Verantwortlichen verliefe. Mit Umtiti und dem häufig verletzten Thomas Vermaelen hat Barça zwei problematische Personalien in der Innenverteidigung.


Heute feiert er seinen 25. Geburtstag – doch die Nachricht des Tages wird ihm nicht besonders gut schmecken: Samuel Umtiti könnte beim FC Barcelona einen neuen Konkurrenten vor die Nase gesetzt bekommen. Obwohl er sich gerade erst von seiner Knieverletzung zurück gemeldet hat, vertrauen die Katalanen scheinbar nicht zu 100 Prozent darauf, dass er der Mannschaft in der schwierigen Saison auf höchstem Niveau helfen kann.


Seit Ende September kam der französische Nationalspieler nicht mehr zum Einsatz. Eine Innenbandzerrung im Knie setzte ihn außer Gefecht. Bei Barcelona befürchtete man einen monatelangen Ausfall. ​Doch schon vergangene Woche konnte der Weltmeister wieder ins Mannschaftstraining einsteigen und meldete sich bereit für den ​Wettkampf.

Daraufhin stand er gegen Real Betis schon im Kader und lief sich in der zweiten Halbzeit sogar für eine mögliche Einwechslung warm. Doch da Betis über die komplette Spielzeit in Führung lag, brachte Trainer Ernesto Valverde Munir El Haddadi und Carles Aleñá ins Spiel. Aus seiner Sicht war Umtiti noch nicht bereit für den Härtetest. Barcelona verlor im Camp Nou mit 3:4.


Die Katalanen liegen nach der Niederlage zwar noch immer auf dem ersten Platz der Primera División, haben aber schon 18 Gegentore schlucken müssen. Nur drei andere Teams mussten mehr Tore hinnehmen. In der zentralen Defensive verteidigen in der Regel Gerard Piqué und Clément Lenglet – doch dahinter sieht es mau aus: Außer Umtiti hat Barça nur noch Thomas Vermaelen als nominellen Innenverteidiger. Der Belgier zieht sich allerdings immer wieder Verletzungen zu und soll im Verein vor dem Aus stehen, wie AS berichtet.


Um die Saison erfolgreich abzuschließen, könnte Barcelona also auf dem Transfermarkt aktiv werden. Die bevorzugte Variante wäre zwar eine Verstärkung im Sommer, doch je nach Genesung von Umtiti könnte man schon im Winter zuschlagen, vermeldet Mundo Deportivo. Die heißesten Optionen seien Branislav Ivanović von Zenit St. Petersburg, Unai Núñez von Athletic Bilbao und Djené Dakoman vom FC Getafe. Letzterer hat eine Ausstiegsklausel über 35 Millionen Euro und dürfte beim spanischen Meister sogar auf europäischer Ebene eingesetzt werden. Núñez wäre mit 30 Millionen Euro sogar noch günstiger.


Ivanovic wäre hingegen eine Option für ein Leihgeschäft. Auch Toby Alderweireld wird genannt. Der Vertrag des belgischen Innenverteidigers bei den ​Tottenham Hotspur läuft im Sommer aus. Wenn Samuel Umtiti nach der Länderspielpause gegen ​Atlético Madrid komplett belastbar ist -und die Defensive stabiler wird-, könnten sich die Gedankenspiele Barças aber in Luft auflösen.