​In den vergangenen Wochen sorgten zwei englische Nachwuchskicker in der Bundesliga für mächtig Furore. Dortmunds Jadon Sancho und Reiss Nelson (TSG 1899 Hoffenheim) machten mit zahlreichen Torbeteiligungen auf sich aufmerksam. In einem Interview erklärten die beiden 18-Jährigen, dass sie täglich Kontakt miteinander haben. 


Sancho und Nelson kennen sich bereits seit einigen Jahren und sind gut befreundet. Seit Sommer laufen die beiden Kumpels gemeinsam in der Bundesliga auf. Sancho wechselte bereits Ende August 2017 von ​Manchester City zu ​Borussia Dortmund. Ein Jahr später folgte Nelson, der vom ​FC Arsenal allerdings nur an die ​TSG 1899 Hoffenheim ausgeliehen wurde. Mit seinem Wechsel in die Bundesliga habe Sancho "einen Trend gestartet", sagte Nelson gegenüber BBC Sport.

TSG 1899 Hoffenheim v FC Augsburg - Bundesliga

Eroberte die Herzen der Fans im Sturm: Reiss Nelson (r.)


"Wenn englische Klubs dir keine Chance geben, dann ist das Ausland immer eine Option", gab der BVB-Profi zu Protokoll. Die Bundesliga sei eine hervorragende Adresse. "Sie glauben an dich, sie vertrauen dir und, auch wenn du so jung bist, sie würden dich nicht holen, wenn sie nicht wirklich an deine Fähigkeiten glauben würden", betonte ​Sancho. Die Bundesligisten würden früher als die englischen Klubs auf die Fähigkeiten schauen. Nelson teilt die Meinung seines Kumpels. 


"Sie glauben an junge Spieler und das ist die Hauptsache", erklärte die Arsenal-Leihgabe. Für junge Spieler sei es großartig, "mehr Spielzeit zu bekommen und jedem zeigen zu können, was sie draufhaben". In der laufenden Saison haben die beiden Engländer das Vertrauen mit starken Leistungen zurückgezahlt. Während Sancho nach elf Einsätzen im deutschen Fußball-Oberhaus zehn Torbeteiligungen (vier Tore/sechs Vorlagen) vorweisen kann, hat ​Nelson nach sieben Partien sechs Treffer und eine Vorlage auf dem Konto. 

Der Hoffenheimer ließ zudem verlauten, dass er und Sancho sich regelmäßig per WhatsApp austauschen. "Wir schreiben uns jeden Tag", gab Nelson zu Protokoll. "Wir pushen uns gegenseitig." Rivalität bestehe allerdings nicht. "Ich und Reiss sind zusammen aufgewachsen. Wir spielten in jungen Jahren zusammen. Zwischen uns besteht eine starke Verbindung", sagte Sancho. "Wenn ich eine gute Leistung abliefere, spornt es ihn zusätzlich an und umgekehrt."