Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat die Aussagen von Karl-Heinz Rummenigge mit Nachdruck bekräftigt: Der Rekordmeister will der Bundesliga weiter treu bleiben. Das Thema Super League ist damit vorerst vom Tisch. Wie lange das gilt, bleibt allerdings nicht ganz so klar.


Die ​Football-Leaks-Enthüllungen haben in der Fußballwelt für reichlich Wirbel gesorgt. Allen voran die geheimen Pläne der mächtigsten Klubs Europas, die der Spiegel aufgedeckt haben will. Der ​FC Bayern, Real Madrid, Barça und Co. - insgesamt elf Klubs, die wie das Who's who des europäischen Spitzenfußballs klingen - wollen eine eigene Liga gründen.


In der sogenannten Super League soll es für den elitären Kreis weder Auf- noch Abstieg geben. Fünf weitere Teams sollen ebenfalls noch eingeladen werden. Die "anfänglichen Gäste", etwa der BVB oder Atletico Madrid, müssten allerdings um ihre Teilnahmeberechtigung Jahr für Jahr kämpfen.


Die ​Bundesliga oder ​Champions League würde es dann so nicht mehr geben. Ein Szenario, das den meisten Fans einen kalten Schauer über den Rücken laufen lässt - viele würden gar soweit gehen, dieses ständige "Kaviar-Gekicke" mit dem bloßen Ziel, noch mehr Geld zu scheffeln, zu boykottieren.


Hoeneß bekräftigt Absage an Super League


Womöglich auch angesichts des heftigen Gegenwinds hat sich Bayern-Präsident Uli Hoeneß gewohnt deutlich zu dem Thema geäußert. In einem Gespräch mit der ARD-Moderatorin Dunja Hayali erklärte der 66-Jährige vehement: "Solange ich etwas beim FC Bayern zu sagen habe, bleiben wir in der Bundesliga." 

Ein Statement, das als klare Absage an die Super League gewertet werden kann. Ähnlich äußerte sich zuvor schon ​Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge"Der FC Bayern München steht zu seiner Mitgliedschaft in der Fußball-Bundesliga, und solange ich Vorstandsvorsitzender des FC Bayern bin, auch zu den von UEFA und ECA gemeinsam organisierten Klub-Wettbewerben."


In naher Zukunft wird es also keine sogenannte Super League geben - hier kann man den deutlichen Worten der FCB-Oberen getrost vertrauen. Wie lange das allerdings gilt, scheint nicht so klar. Denn: Hoeneß hatte kürzlich seinen ​zeitnahen Rückzug angedeutet. Und wie lange Karl-Heinz Rummenigge (63) noch im Amt bleiben will - wer weiß das schon?