Dani Alves ist mittlerweile 35 Jahre alt und hat in seinem Fußballer-Leben schon alles gesehen und viel gewonnen. Doch er ist noch nicht zufrieden. Bevor er seine Karriere beendet, will er unbedingt noch in der englischen Premier League kicken.


Zuletzt fiel Dani Alves wegen eines Kreuzbandrisses aus, die Verletzung erfolgte im Mai, seitdem konnte er noch nicht wieder für seinen aktuellen Verein Paris Saint-Germain auflaufen. ​Durch die langwierige Verletzung verpasste der 107-fache Nationalspieler auch die WM in Russland. Doch trotz seines Trainingsrückstands blickte Alves im Gespräch mit The Telegraph optimistisch in die Zukunft.


„Meine Karriere zu beenden, ohne in die Premier League gegangen zu sein, ist nicht vorstellbar“, sagte er der britischen Zeitung. Insofern dürfte zumindest seine baldige Rückkehr auf den Platz gegeben sein, wenn er darüber spricht, über den Sommer 2019 hinaus Fußball spielen zu wollen.


Dafür hat er gleich mehrere Argumente: „Es ist der beeindruckendste Fußball der Welt. Erstens wegen des Respekts, den die Fans den Spielern entgegenbringen. Und zweitens wegen der Leidenschaft, die auf dem Platz gezeigt wird.“ Neben seinen drei ​Champions-League-Triumphen mit dem ​FC Barcelona wurde er spanischer Meister- und Pokalsieger und konnte auch in Italien und Frankreich die nationalen Titel gewinnen. Alves galt lange als einer der besten Rechtsverteidiger der Welt.


Schon vor einigen Tagen gab der Brasilianer bei Sky Sports preis, dass er 2017 kurz vor einem Transfer zu ​Manchester City und seinem früheren Trainer aus Barca-Zeiten Pep Guardiola stand. Doch dann wechselte er ablösefrei von ​Juventus Turin nach Paris und erhielt dort einen Vertrag bis 2019. Bislang kommt er auf 25 Ligue1-Spiele und acht Torbeteiligungen. Seine Mannschaft könnte ihn gut gebrauchen, denn trotz der unumstrittenen Dominanz und einer 100-prozentigen Siegquote in der Liga, steht PSG in der Champions League nur auf dem dritten Tabellenplatz.


Vor allem die letzte Pleite gegen den ​FC Liverpool sei selbstverschuldet, analysierte Alves in dem Interview. Ich glaube nicht, dass PSG wirklich klar war, gegen wen sie da gespielt haben, sprach er über seine Mitspieler. Man habe sich naiv angestellt und die Königsklasse durch den Höhenflug in der Liga unterschätzt. Scheinbar ist Dani Alves nicht vollkommen mit dem Konzept der Franzosen einverstanden, denn er zeigte auf, wie es andere Vereine besser gemacht hätten: „Bei Juve und Barca gab es zwei ‚Schiffe‘, eins für die Liga, eins für Europa“, sagte er. PSG habe noch viel aufzuholen.

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Kann seiner Mannschaft aktuell nicht helfen: Dani Alves (Mi.)


Wenn es nach ihm selbst geht, zukünftig auch ohne Alves: „Meine Karriere ist noch nicht vorbei.“ Sein Traum von der Premier League hört sich überzeugt an: „Ich werde es so oder so dahin schaffen“, am liebsten wäre es ihm allerdings als aktiver Spieler. 


Sollte aus seinen Plänen nichts werden, kann er sich alternativ auch gerne noch in der Bundesliga blicken lassen. Für altgediente Champions-League-Gewinner haben die deutschen Klubs immer ein Plätzchen frei (Pizarro, Kalou, Silvestre, Raúl).