​Bayer 04 Leverkusen tritt weiter auf der Stelle. Nachdem es zuletzt so aussah, als habe die Werkself die Kehrtwende eingeläutet, setzte es in den vergangenen beiden Ligaspielen zwei deutliche Niederlagen. Heiko Herrlich bleibt jedoch standhaft.


Anfang November setzte es für die ​Leverkusener vor heimischem Publikum eine empfindliche 1:4-Niederlage gegen die TSG Hoffenheim, am gestrigen Sonntag folgte die 0:3-Pleite bei RB Leipzig. Durch die beiden Niederlagen bleibt die Werkself mit elf Punkten aus ebenso vielen Partien im Tabellenkeller. Nach der Länderspielpause folgt die immens wichtige Partie gegen das Tabellenschlusslicht VfB Stuttgart - bei einer weiteren Niederlage würde es für Chefcoach Heiko Herrlich richtig ungemütlich werden.


Der 46-Jährige denkt jedoch nicht daran, den Kopf in den Sand zu stecken. Stattdessen gab sich der ehemalige Stürmer nach dem Training am Montag kämpferisch. "Ich fühle mich mutig und habe genug Kraft, um der Mannschaft vorzuleben, wie man die richtige Mentalität findet", wird er vom SID zitiert.


Völler hält (vorerst) zum Trainer


Rückendeckung erhielt Herrlich auch von Bayer-Boss Rudi Völler, der ihm laut dpa zunächst eine befristete Jobgarantie ausstellte: "Dass der Trainer Gegenwind bekommt, ist doch klar. Das weiß er und wird er auch annehmen. Wir haben einen Trainer, der bis Weihnachten noch richtig punkten kann."


Vielmehr nahm Völler nach der erneuten Niederlage die Spieler in die Pflicht: "Jeder Einzelne ist gefordert. Sie sollen auf dem Platz zeigen, dass sie ganze Kerle sind."