FRANKFURT AM MAIN, GERMANY - NOVEMBER 11:  Ralf Faehrmann of FC Schalke 04 reacts after conceeding a third goal during the Bundesliga match between Eintracht Frankfurt and FC Schalke 04 at Commerzbank-Arena on November 11, 2018 in Frankfurt am Main, Germany.  (Photo by Alex Grimm/Bongarts/Getty Images)

Schalke: So geht es nach der Länderspielpause weiter

Der FC Schalke 04 musste beim 0:3 gegen Eintracht Frankfurt die nächste Schlappe hinnehmen. Zwar kletterten die Gelsenkirchener nach dem verpatzten Saisonstart in den vergangenen Wochen über den Strich, aber mit nur einem Punkt Vorsprung auf den Sechzehnten Hannover 96 und zwei auf den Tabellenletzten VfB Stuttgart muss Königsblau die Europa-Träume auf Eis legen und sich der bitteren Realität widmen - und die heißt zumindest aktuell: Abstiegskampf. 

1. Zuhause gegen den 1. FC Nürnberg (24. November)

Nach der Länderspielpause trifft der FC Schalke mit dem 1. FC Nürnberg gleich einmal auf einen direkten Konkurrenten in der Tabelle. Nur wegen des um sechs Tore besseren Torverhältnisses stehen die Knappen einen Platz über den Franken. Sollte man seiner Favoritenrolle in der Veltins-Arena gerecht werden, baut Schalke seinen Vorsprung auf den Aufsteiger aus. Alles andere als ein Sieg wäre allerdings schwer enttäuschend. 


Beim letzten Aufeinandertreffen im DFB-Pokal im Oktober 2016 besiegte Schalke den damaligen Zweitligisten mit 3:2. Die Schalker Offensivakteure Guido Burgstaller, Alessandro Schöpf und Cedric Teuchert spielen jeweils gegen ihren Ex-Klub.

2. Auswärts gegen den FC Porto (28. November)

Im Estadio do Dragao könnte Schalke schon mit einem Sieg das Weiterkommen klarmachen. Selbst ein Remis würde alle Chancen offenhalten. Im Hinspiel Mitte September trennten sich der Bundesligist und der portugiesische Meister 1:1. Aktuell liegt Porto mit zwei Punkten Vorsprung auf Platz eins in der nationalen Liga. Bis auf das Auswärtsspiel in Schalke, bei dem Porto auch von unglücklichen Elfmeterpfiffen des Schiedsrichters profitierte, ließen sie international in dieser Spielzeit noch keine Punkte liegen.

3. Auswärts gegen die TSG Hoffenheim (1. Dezember)

Einen Tag vor dem ersten Advent muss der FC Schalke bei den derzeit formstarken Hoffenheimern ran. Aus den letzten vier Bundesligaspielen holte die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann die Maximalausbeute von zwölf Punkten. Nur in der Champions League läuft es bislang noch nicht rund. Nach zwei Unentschieden gegen Olympique Lyon ist das Achtelfinale für die Kraichgauer zwar noch möglich, aber in weite Ferne gerückt. Hoffenheim ist spielerisch in blendender Verfassung und wird gegen Schalke voraussichtlich als Favorit ins Spiel gehen.

4. Zuhause gegen Borussia Dortmund (8. Dezember)

Es gibt so Spiele, an denen Mannschaften wachsen. Kampfdominierte Spiele, die trotz Rückstand doch noch gewonnen werden, beflügeln und geben Motivation für die gesamte Saison. Beim Derby im vergangenen November zeigte Borussia Dortmund in der ersten Halbzeit seine beste Saisonleistung, spielte sich in einen Rausch und führte bereits mit 4:0. Der Rivale aus dem Ruhrpott arbeitete sich jedoch nach der Pause in die Partie und stellte das Spiel auf den Kopf. In der 92. Minute köpfte Naldo den 4:4-Ausgleich und besorgte damit den Endstand. Für den weiteren Saisonverlauf war jene Sternstunde ein einflussreicher Faktor.


Was uns die Geschichte der vergangenen Jahre lehrt: In Derbys ist alles möglich, auch wenn Borussia Dortmund momentan das deutlich bessere Team ist.

5. Zuhause gegen Lokomotive Moskau (11. Dezember)

Gegen den Drittplatzierten der russischen Liga ist Schalke favorisiert. Der Marktwert des Schalker Kaders beträgt mehr als das Doppelte von dem der Russen. Lokomotive Moskau steht mit null Punkten und einer Tordifferenz von 2:11 am Ende der Tabelle der Champions-League-Gruppe D. Beim Hinspiel traf Weston McKennie in der Schlussphase zum entscheidenden 1:0.

6. Auswärts gegen den FC Augsburg (15. Dezember)

Die bayerischen Schwaben müssen seit Jahren mit einem kleineren Etat als nahezu jeder andere Erstligist auskommen. Trotzdem schlägt sich Augsburg wacker. Auch in dieser Saison scheint die Mannschaft so stabil zu sein, dass sie mit dem Abstieg wohl nichts zu tun haben wird. Aktuell liegt das Team von Trainer Manuel Baum mit 13 Punkten auf Rang zehn. Augsburg ist kein Team, das sich ausschließlich hinten reinstellt, sondern weiß auch spielerisch zu überzeugen. Für Schalke wird es keine einfache Aufgabe, aber ein Auswärtssieg sollte das Ziel sein.

7. Zuhause gegen Bayer Leverkusen (19. Dezember)

Bayer Leverkusens Höhenflug war nur von kurzer Dauer. Die letzten beiden Bundesligaspiele gegen Hoffenheim (1:4) und RB Leipzig (0:3) gingen jeweils deutlich an den Gegner, wenngleich man die gute Form beider Teams nicht unerwähnt lassen darf. Dass die Werkself am 16. Spieltag vor der Begegnung mit dem FC Schalke tabellarisch immer noch so schlecht platziert ist, wäre aber überraschend. 

8. Auswärts gegen den VfB Stuttgart (22. Dezember)

Zwischen dem Bundesligaspiel gegen Leverkusen und in Stuttgart zum Abschluss der Hinrunde bleiben den Schalkern nur zwei Tage. Trotz des jüngsten Siegs gegen den 1. FC Nürnberg sind die Schwaben noch längst nicht aus der Gefahrenzone. Der FC Schalke 04 sollte gegen das Team von Markus Weinzierl unbedingt drei Punkte holen, um mit Schwung in die Winterpause zu gehen. Gegen Stuttgart muss die Mannschaft von Domenico Tedesco allerdings agieren und offensiv aktiv werden, ansonsten ist ein Dreier außer Reichweite.