​Bei ​Eintracht Frankfurt läuft es momentan perfekt: Die letzte Niederlage gab es Ende September und durch das 3:0 am vergangenen Sonntag gegen den ​FC Schalke 04 ist die Eintracht nun schon auf einem Champions-League-Platz. Maßgeblich dafür verantwortlich ist das Trio Sebastien Haller, Ante Rebic und Luka Jovic.


Nach dem Pokalsieg im vergangenen Mai verließen mit Kevin-Prince Boateng, Lukas Hradecky oder Omar Mascarell mehrere wichtige Spieler Eintracht Frankfurt, zudem wechselte Erfolgstrainer Niko Kovac zum ​FC Bayern München. Nicht wenige prognostizierten der SGE eine schwierige Saison, unter dem neuen Trainer Adi Hütter würde es erst einmal nur um den Klassenerhalt gehen.


Der Saisonstart befeuerte die Argumente dafür: Im Supercup gab es eine Klatsche gegen die Bayern, im DFB-Pokal folgte als Titelverteidiger das Aus beim Regionalligisten SSV Ulm und nach der Pleite am fünften Spieltag bei ​Borussia Mönchengladbach war die Eintracht mit lediglich vier Punkten auf dem 15. Tabellenplatz - im Abstiegskampf eben. Hütter sprach damals von einer unnötigen Niederlage und fand, dass "die Mannschaft lebt, sie ist gut unterwegs." Kapitän David Abraham sah "Kleinigkeiten, die allerdings eine große Wirkung haben."

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Defensiv stabil und vorne mit der unaufhaltsamen Tor-Maschinerie: Das SGE-Erfolgsrezept


Seit diesem Auftritt haben die Frankfurter nicht mehr verloren. Es folgten fulminante Heimspiele wie ein 4:1 gegen ​Hannover 96 sowie gegen Lazio Rom und natürlich das 7:1 gegen Fortuna Düsseldorf, auswärts konnte unter anderem die ​TSG Hoffenheim besiegt werden. Die neu formierte Mannschaft unter dem neuen Trainer brauchte vielleicht einfach etwas Zeit. Mittlerweile klickt es bei der Eintracht, vor allem beim Angriffstrio Sebastien Haller, Ante Rebic und Luka Jovic.


Die Eintracht hat in ihren letzten sechs Bundesligaspielen 20-mal getroffen - das hat keine andere Mannschaft geschafft. Haller, Rebic und Jovic erzielten 17 dieser Tore. Durch seinen Doppelpack gegen den FC Schalke hat Jovic jetzt neun Saisontreffer und steht alleine an der Spitze der Torjägerliste. "Seine Entwicklung ist absolut sensationell", lobte Sportvorstand Fredi Bobic den Serben bei Sky. "Wenn er jetzt noch begreift, dass er manchmal ein paar Meter mehr machen muss, dann geht er Richtung Weltklasse."



Dabei dauerte es eine Weile, bis Haller, Rebic und Jovic erstmals gemeinsam auf dem Feld standen. Erst am 10. Spieltag beim 3:0 in Stuttgart war es soweit: "Der Trainer hatte ja mal signalisiert, dass er alle drei Stürmer zusammen von der Leine lässt. Es hat wunderbar funktioniert", freute sich Sportdirektor Bruno Hübner. Nachdem auch Schalke keinerlei Antworten auf den beeindruckenden Angriff hatte, steht die Eintracht nun vor den Bayern auf dem vierten Tabellenplatz und ist auf Champions-League-Kurs.


Adi Hütter hat es, ebenso wie Niko Kovac vor ihm, geschafft, aus einer scheinbar zusammengewürfelten Truppe eine echte Mannschaft zu formen, die funktioniert. Das Teamgefüge scheint zu passen, dafür sprechen auch die Interviews, die Danny da Costa regelmäßig mit sich selbst führt. Der SGE, und neben dem Trainer vor allem auch Bobic und Hübner, gebührt ein großes Lob, wie die Abgänge der wichtigen Spieler wieder einmal aufgefangen werden konnten.