Dass ​Werder Bremens Trainer Florian Kohfeldt den häufig verletzten Philipp Bargfrede zur Halbzeit aus der Mannschaft nahm, war im Bremer Umfeld Grund zur Besorgnis. Nach der 1:3-Heimniederlage gegen ​Borussia Mönchengladbach gab der Trainer Auskunft zum Wechsel: Es lag nicht an einer Verletzung...


Werders Mittelfeldmotor Philipp Bargfrede konnte die ​dritte Niederlage in Folge auch nicht vermeiden. In erster Linie, weil er nach der Halbzeitpause nicht mehr auf den Platz kam. Für ihn kam Johannes Eggestein in die Partie. Bargfredes Auswechslung beim Stand von 0:1 aus Sicht der Gastgeber verwunderte – der 29-Jährige verleiht den Bremern schon allein durch seine Präsenz Stabilität im Mittelfeld.


Bargfrede konnte am Freitag wegen muskulärer Wadenprobleme nicht am Abschlusstraining der Mannschaft teilnehmen. Zuvor fiel er wegen eines Muskelfaserrisses aus, sodass nun Schlimmeres befürchtet werden musste. Doch Trainer Florian Kohfeldt erklärte nach dem Spiel, wieso er seinen Sechser aus dem Spiel genommen hat: „Er hätte noch einen kleinen Moment gekonnt, aber ich wollte im Positionsspiel bleiben, den offensiven Wechsel über Jojo [Eggestein] und zudem kein weiteres Risiko eingehen", wird er von MeinWerder zitiert.


Johannes Eggestein, der Jojo genannt wird, nahm eine offensivere Position im Mittelfeld ein. Dafür rückte sein Bruder Maximilian auf Bargfredes defensivere Position neben Nuri Sahin. Die taktischen Spielchen machten sich nicht bezahlt: Werder verlor nach den Pleiten gegen ​Bayer 04 Leverkusen und den ​1. FSV Mainz 05 auch gegen die Fohlen und rutschte auf den siebten Tabellenplatz ab.


Zumindest ist durch seine Auswechslung dafür gesorgt, dass sich der Zustand des verletzungsanfälligen Bargfrede nicht verschlechtert und er im wichtigen Spiel gegen den ​SC Freiburg nach der Länderspielpause wieder eine Option für die erste Mannschaft ist. Dass er immens wichtig für das Spiel Werders ist, bewies Kohfeldt, indem er ihm einen Platz in der Startelf gab, obwohl er am Freitag nicht trainieren konnte.