Im Sommer legten Borussia Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl und Trainer Dieter Hecking die Gespräche um eine mögliche Vertragsverlängerung auf Eis. Dies geschah auf Heckings Wunsch, der sich vornehmlich um die Vorbereitung mit der Mannschaft konzentrieren wollte. Bis zum Ende des Jahres werden sich beide Seiten allerdings zusammensetzen, wie Eberl im Sport1-Doppelpass erklärte.


Seit knapp drei Jahren ist Hecking, der sich zuvor insbesondere als Trainer des 1. FC Nürnberg und VfL Wolfsburg einen Namen machte, am Niederrhein tätig. 31 Jahre nach seinem Wechsel als Spieler zu Hessen Kassel kehrte der heute 54-Jährige zurück, nahm dabei allerdings als Trainer auf der Bank Platz und wurde somit zum Nachfolger des entlassenen André Schubert, der nach einer enttäuschenden Hinrunde, die die Mannschaft auf dem Relegationsplatz beendete, gehen musste.


Hecking führte die Borussia auf Platz neun in der Bundesliga und ins Achtelfinale der Europa League, in dem man allein aufgrund der Auswärtstorregel an Schalke 04 scheiterte. Die vergangene Saison verlief enttäuschender: Wieder landete Gladbach auf Rang neun, allerdings spielte die Mannschaft eher schlecht als recht. Die Gründe dafür waren vielschichtig, die Analyse umschweifend - und das Ergebnis herausragend.

Borussia Moenchengladbach v FC Schalke 04 - Bundesliga

  Hat die Mannschaft mit seiner akribischen Art voll im Griff: Dieter Hecking



Aktuell rangieren die 'Fohlen' auf dem zweiten Tabellenplatz, sind ärgster Verfolger von Spitzenreiter Borussia Dortmund und spielen erfrischenden, ansehnlichen Fußball. Wie wird es also mit dem Trainer weitergehen?


Hecking selbst kündigte schon vor geraumer Zeit an, dass eine Entscheidung noch vor Jahresende erfolgen soll. "Beide Seiten wollen Klarheit haben, wie es im Sommer weitergeht", sagte er Ende Oktober laut ​kicker. Nun bestätigte auch Eberl: "Bis Weihnachten werden wir das Gespräch geführt haben."


Eberl deutet weitere Zusammenarbeit an


Noch sei das Thema nicht aufgekommen, wohl ist es unausweichlich - auch wenn Eberl von einer "wohltuenden Gelassenheit" sprach. Dabei ließ er auch durchblicken, dass er nur zu gerne mit dem 54-Jährigen weiterarbeiten möchte. Man wolle vor allem darüber sprechen, "was im und seit dem Sommer passiert ist - und hoffentlich zu dem Konsens kommen, dass wir beide weitermachen wollen."


Dass der Grundstein dafür bereits gelegt ist, untermauerte der Sportdirektor wenig später: "Täglich reden wir über Spiele, Entwicklungen, andere Vereine, über Spieler, die wir im Sommer holen wollen. Alleine das ist ja schon ein Zeichen an ihn, dass wir da weiterplanen wollen." Der Trainer darf also in aller Seelenruhe mit der Mannschaft weiterarbeiten, ohne sich einen Gedanken um das, was über den Mai hinaus passiert, machen zu müssen.