Im Sommer wechselte Vinicius Junior für die stolze Ablösesumme von 61 Millionen Euro von Flamengo Rio de Janeiro zu Real Madrid. Die Königlichen erhielten somit den Zuschlag vor der Konkurrenz, zu der vor allem der FC Barcelona zählte. Wie der spanische Spielerberater und ehemalige Trainer Josep Maria Minguella gegenüber dem Radiosender Tiempo de Juego verriet, hatten eigentlich schon die Katalanen den Vorzug erhalten, ehe sich Real entscheidend einmischte.


Vinicius gilt als eines der größten Talente des brasilianischen Fußballs. Kein Wunder, dass der 18-Jährige zum Zeitpunkt der Vereinbarung über den Transfer, die bereits vor einem Jahr getroffen wurde, zum teuersten U18-Spieler der Geschichte aufstieg.


Insgesamt zahlte ​Real Madrid 61 Millionen Euro, doch die Ablösesumme stellte sich aus mehreren Faktoren zusammen: Zum einen betrug die Ausstiegsklausel 45 Millionen Euro, insgesamt acht Millionen gingen an die Familie. Den Rest erhielt die Beraterfirma des Spielers, die somit satte 13 Millionen Euro Gewinn einstreichen konnte.   


Rein sportlich betrachtet hat sich der Wechsel noch nicht gelohnt. Vinicius wird behutsam aufgebaut, soll sich langsam an den Spielbetrieb in Spanien gewöhnen. Überwiegend kommt er in der zweiten Mannschaft zum Einsatz, doch beim 2:0 der Profis über Real Valladolid leitete er mit seinem ersten Tor im erst vierten Spiel für den 13-fachen Champions League Sieger den späteren Erfolg ein. 

Real Madrid v Real Valladolid - La Liga Santander

  Vinicius soll sich eigentlich schon mit Barça einig gewesen sein, ehe Real anklopfte



Schon vor einem Jahr berichtete Berater Frederico Pena über die Entscheidung zwischen Real Madrid und dem ​FC Barcelona. Damals hieß es, die Katalanen hätten ein höheres Gehalt geboten, doch Vinicius habe sich in Madrid bessere Einsatzchancen versprochen. Doch wie Josep Maria Minguella nun verriet, spielten die Finanzen sehr wohl eine Rolle: "Vinicius war in Barcelona und hatte bereits eine Einigung mit Barça erzielt, aber letzten Endes hat Madrid mehr Geld für ihn bezahlt."


Ob sich diese Aussage auf das Gehalt oder die übrigen Bruchteile der Ablösesumme bezieht, ist unklar. Doch nachdem der FC Barcelona vor fünf Jahren bereits Neymar unter Vertrag nahm und Real im Rennen um den heutigen Superstar von Paris St. Germain ausstach, waren nun wieder einmal die Königlichen an der Reihe. Ob sich diese Investition ausgezahlt hat, wird sich allerdings erst in den kommenden Jahren zeigen.