Mehr als ein Jahrzehnt hat ​Heribert Bruchhagen als Vorstandsvorsitzender von ​Eintracht Frankfurt die Geschicke der Hessen maßgeblich bestimmt. Seit 2016 verfolgt der erfahrene Funktionär seinen Ex-Klub nur noch aus der Distanz. In der Sendung 'heimspiel!' vom Hessischen Rundfunk zeigte sich der erfahrene Funktionär überrascht über die zuletzt starken Leistungen der Eintracht.​


So erläuterte der erfahrene Funktionär, dass er die Frankfurter während seiner Amtszeit stets als einen Klub im Mittelfeld der Bundesliga angesehen habe. "Ich hätte es der Eintracht nicht zugetraut, in die Phalanx von Bayern München, Borussia Dortmund, Borussia Mönchengladbach, Schalke 04, Bayer Leverkusen und Hoffenheim einzubrechen", so der 70-Jährige. Umso großartiger sei es nun, "was die handelnden Personen im sportlichen Bereich geleistet haben, um diesen Sprung zu schaffen". Darauf könne man nur stolz sein.

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Heribert Bruchhagen ist kein Fan von zu viel Risiko


Als Erfolgsrezept hat der 70-Jährige die große Kontinuität in dem Verein ausgemacht, die sowohl von Präsident Peter Fischer, dem Aufsichtsrat und auch von Manager Bruno Hübner verkörpert werde. Dabei geht der ehemalige Boss jedoch auch davon aus, dass auch wieder Zeiten kommen werden, "in den Eintracht Elfter, Zwölfter, Dreizehnter ist". Der Verein sei aber so stabil geworden, um danach wieder eine Erfolgsserie starten zu können.


Insbesondere die Art und Weise, wie die Mannschaft zumeist auftritt, imponiert dem ausgewiesenen Fachmann. So sei es schon ein starkes Zeichen, dass launische Spieler wie ​Filip Kostic, den Bruchhagen scherzhaft als "Pappnase" bezeichnete, intensiv für den Erfolg der Mannschaft arbeiten. "Das zeigt, dass in dieser Mannschaft ein sehr guter Geist herrschen muss, um diese Ergebnisse zu erzielen", so der gebürtige Düsseldorfer.


Doch selbst wenn die Eintracht derzeit in der Liga auf dem fünften Tabellenplatz liegt, sei es wichtig, die Situation realistisch einzuschätzen. "Sie muss die Erfolge so feiern, wie sie fallen. Aber sie muss auch wissen, dass sie im Ranking der Bundesliga in der Regel einen Platz zwischen acht und zwölf belegen muss – aufgrund ihrer Vereinsstruktur und ihrer Möglichkeiten", so der ehemalige HSV-Vorstand. So könne eine Champions-League-Qualifikation zwar neue Möglichkeiten auftun, gelinge es jedoch nicht, die jetzige Erfolgswelle weiter zu reiten, dürfe man nicht zu enttäuscht sein.