MOENCHENGLADBACH, GERMANY - NOVEMBER 04:  Kaan Ayhan of Fortuna Duesseldorf looks dejected after the Bundesliga match between Borussia Moenchengladbach and Fortuna Duesseldorf at Borussia-Park on November 4, 2018 in Moenchengladbach, Germany.  (Photo by Maja Hitij/Bongarts/Getty Images)

Fortuna Düsseldorf: Die wichtigsten Erkenntnisse nach der Gladbach-Niederlage

Für Aufsteiger Fortuna Düsseldorf setzte es am vergangenen Sonntagnachmittag die sechste Bundesliganiederlage in Folge, als man im Nachbarschafts-Duell der Mönchengladbacher Borussia mit 0:3 unterlag.


"Für uns gilt es, das Gute herauszuziehen und gegen Hertha endlich mal wieder ein Tor zu erzielen", richtete F95-Trainer Friedhelm Funkel nach der Partie den Blick nach vorne.


Der erfahrene Coach konnte seiner Mannschaft bis zum 0:1 wahrlich keinen Vorwurf machen. Nachdem Schiedsrichter Dr. Felix Brych allerdings bei einem vermeintlichen Handspiel von Düsseldorfs Abwehrchef Kaan Ayhan auf den Punkt zeigte und Gladbachs Thorgan Hazard den folgenden Strafstoß zur Führung nutzte, war die Messe gelesen.


Dennoch kann die Fortuna nach der bitteren Pleite im Borussia-Park etwas Positives mitnehmen.

1. Die Einstellung stimmt

Während das Ergebnis einen Tick zu hoch ausfiel, hatten sich die Rot-Weißen nach der erneuten Niederlage eigentlich nichts vorzuwerfen. Mit enormer Zweikampf- und Laufbereitschaft machten es die Fortunen den Fohlen, die in der laufenden Saison jedes Bundesliga-Heimspiel gewinnen konnten, richtig schwer.


Nach vorne setzte die Funkel-Elf immer wieder Nadelstiche, bereitete dem Gegner teilweise extreme Schwierigkeiten und zeigte insgesamt ein ansehnliches Auswärtsspiel.


Dass es letztlich wieder nicht für einen Punkt gereicht hat, ist bitter und deprimierend zugleich!

2. Glücklos durch den Bundesliga-Alltag

Vor allem, wenn man sich anschaut, wie sich die siebte Bundesliganiederlage der Fortuna ereignete. Bei einem Gladbacher Angriff blockte Kaan Ayhan einen Plea-Schuss aus einem Meter und bekam dabei den Ball an den angelegten Ellbogen. Schiedsrichter Dr. Felix Brych entschied dennoch auf Strafstoß, den Thorgan Hazard zur Führung verwandelte (48.). 


Ein Wirkungstreffer für die Fortuna, die sich von diesem Rückstand nicht mehr erholen sollte. Jonas Hofmann erhöhte 19 Minuten später auf 2:0, Hazard setzte der Partie letzten Endes den Deckel auf (82.).


"Wir haben bis zum Elfmeter eine vernünftige Leistung geboten, in der ersten Halbzeit nach anfänglichen Problemen mutig nach vorne gespielt", analysierte Friedhelm Funkel nach der Partie. "Es ist nun schon der dritte Handelfmeter gegen uns gepfiffen worden, der zumindest fragwürdig war."  

3. Lukebakio macht Freude

Dodi Lukebakio zählt aktuell zu den absoluten Lichtblicken bei der Fortuna. Der Belgier, der zuletzt im DFB-Pokal gegen Ulm zwei Treffer erzielte und eine Vorlage gab, war auch in Gladbach auffälligster Spieler bei den Flingeranern. Linksverteidiger Oscar Wendt kam teilweise überhaupt nicht zurecht und ließ sich von dem Youngster mehrfach austanzen. Letztlich fehlte Lukebakio sowie der gesamten Düsseldorfer Mannschaft aber das Quäntchen Glück, das man als Aufsteiger mit deutlich weniger Mitteln benötigt.

4. "Seid euch sicher: Wir werden jede Woche wiederkommen!"

"Ihr könnt uns belächeln, Ihr könnt Euch über uns lustig machen. Aber seid Euch sicher: Wir werden jede Woche wiederkommen, nicht aufgeben und es immer wieder aufs Neue versuchen!"


In einem Facebook-Posting stellte der Aufsteiger klar: Egal was passiert. Und auch wenn die nächsten drei Spiele verloren gehen. Die Fortuna steht immer wieder auf und steckt den Kopf nicht in den Sand! Der Klassenerhalt ist und bleibt für den Traditionsverein eine wahre Herkules-Aufgabe.


Doch zusammen mit den Fans, die auch nach dem 0:3 in Gladbach einheitlich und geschlossen hinter ihrer Mannschaft standen, ist es in diesem Jahr möglich, mindestens zwei Teams hinter sich zu lassen.


Zur Erinnerung: Die Fortuna steht aktuell mit fünf Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz - nur ein Zähler hinter Hannover 96 (16.), fünf Punkte Rückstand sind es momentan auf Rang 15. Und auch wenn es drei Euro kostet: Die Saison hat 34 Spieltage und abgerechnet wird zum Schluss!