​Borussia Dortmund hat im vergangenen Sommer einige Volltreffer bei den Transfers gelandet, Spieler wie Paco Alcacer oder Axel Witsel verzücken die Bundesliga. Ebenfalls im Sommer verpflichtet wurde Thomas Delaney. Der Däne erhält nicht die ganz große Aufmerksamkeit, ist aber wichtig für den BVB. Im kicker sprach Delaney über seine Führungsrolle. ​


Thomas Delaney war schon immer ein "Leader", egal, wo er spielte. Bei seinem Jugendklub FC Kopenhagen, in dem er auch den Durchbruch schaffte, wurde er mit 24 Jahren bereits zum Mannschaftskapitän bestimmt. Nach seinem Wechsel zu ​Werder Bremen im Januar 2017 gehörte Delaney auch sofort zu den Wortführern im Team, was sowohl an seinen starken Leistungen als auch an seiner Persönlichkeit lag. Dies war auch ein Grund, weshalb Borussia Dortmund Delaney unbedingt verpflichten wollte: "Ich bin nicht der größte Name im Weltfußball, aber ein Leader", erklärte Delaney im kicker. "Michael Zorc hat schon in den ersten Gesprächen deutlich gemacht, wie wichtig das für ihn ist. Es ging darum, das schlechte Gefühl aus der Vorsaison auszulöschen."


Der 27-Jährige, der Werder Bremen den höchsten Transfererlös der Vereinsgeschichte bescherte, ist auch nach wenigen Monaten beim BVB ein Führungsspieler geworden und wichtiger Bestandteil des Mittelfeldes. Zwei Spiele hatte Delaney zuletzt verpasst, ehe er am vergangenen Samstag beim VfL Wolfsburg in die Startelf zurückkehrte. In beiden Begegnungen (gegen Hertha BSC und Union Berlin) fehlte den Dortmundern eine gewisse Stabilität in der Defensive und sie kassierten jeweils zwei Gegentore, in Wolfsburg stand dann wieder die Null.


Für Delaney ist die Meisterschaft "nicht unser Ziel"


"Wir brauchen nicht noch mehr Tore, sondern ein paar Gegentreffer weniger", sagte Delaney, am Samstag hat dies schon einmal sehr gut geklappt. Der dänische Nationalspieler empfindet seine Rolle beim BVB als leichter, als sie noch beim SV Werder war: "Es ist bei der Borussia einfacher als in Bremen, den Ball zu gewinnen. Wir stehen hoch. Ich muss dem Gegner nicht so viel hinterherlaufen und komme schneller ins Gegenpressing." 


Delaney äußerte sich auch über das Rückspiel bei ​Atletico Madrid am kommenden Dienstag. Für ihn war das 4:0 im Hinspiel alles andere als Zufall: "Wir spielen sehr effektiv, wir machen oft vier Tore, was soll daran Zufall sein? Die Anfangsphase der zweiten Hälfte war nicht einfach, das räume ich ein." 


Gegen den ​FC Bayern am nächsten Samstag sieht Delaney den BVB aber nicht als Favorit und hat großen Respekt vor den Münchenern. Trotzdem ist die Meisterschaft durchaus im Gespräch: "Natürlich ist das ein Thema, aber nicht unser Ziel. Ich sage nicht, dass ich kein Meister werden will. Aber zu erwarten, dass wir nach der schlechten Vorsaison jetzt sofort alles gewinnen, wäre unrealistisch."