Der Stamm-Torhüter des 1. FSV Mainz 05, Florian Müller, fällt wegen einer Innenbandverletzung im Sprunggelenk vier Wochen aus. Für die Rheinhessen ist der Ausfall des 21-Jährigen eine herbe Schwächung, schließlich stand die Mannschaft vor der ausstehenden Partie gegen Werder Bremen auch dank Müller mit nur zehn Gegentoren auf einem Nichtabstiegsplatz. 


Zum Auftakt gegen den VfB Stuttgart (1:0), gegen den VfL Wolfsburg (0:0) und gegen Hertha BSC (0:0) behielt Florian Müller eine weiße Weste. Während die Mainzer sorgenvoll auf ihre Offensive blicken (erst sechs Tore vor dem Werder-Spiel), bildete die Defensive - zu der auch der Torwart gehört - bisher das Herzstück des Teams. Nur RB Leipzig hat in der Bundesliga weniger Tore zugelassen als der FSV. Sogar Bayern Münchens Schlussmann Manuel Neuer oder Borussia Dortmunds Roman Bürki mussten häufiger hinter sich greifen als Müller. Mit einer kicker-Note von 2,94 ist der 21-Jährige bislang der mit Abstand beste Mainzer. Doch in den nächsten Wochen wird die Mannschaft von Sandro Schwarz ohne ihr Rückgrat auskommen müssen. 

Müller hat sich eine Innenbandverletzung im Sprunggelenk zugezogen. In der Mitteilung des Klubs heißt es: "Die Ausfallzeit wird sich am weiteren Heilungsverlauf orientieren." Zunächst kann man von vier Wochen Pause ausgehen. Vertreten wird Müller von Ersatzmann Robin Zentner, der schon gegen Werder Bremen am Sonntag das Tor hütete. Bereits im DFB-Pokal gegen Augsburg und gegen Berlin stand der 24-jährige Ex-Kieler im Kasten. In der letzten Spielzeit berief Trainer Sandro Schwarz Zentner 15-mal in die Startaufstellung. Erfahrung auf höchstem Niveau hat der 1,95 Meter lange Blondschopf also schon gesammelt.


Neben Müller hatte sich im Frühjahr bereits der ehemalige Nationaltorhüter Rene Adler verletzt. Obwohl die beiden wichtigen Leistungsträger dem Team aktuell nicht zur Verfügung stehen, müssen die Mainzer aber nicht in Panik verfallen. Jannik Huth wird gerne einmal vergessen, wenn von der Mainzer Torwart-Rotation die Rede ist. Doch der 24-Jährige ist selbst in der Bundesliga kein Unbekannter. Zwischen April und Mai 2017 hütete er siebenmal in Folge das FSV-Tor. In der vergangenen Rückkrunde sammelte Huth, der 10 Zentimeter kleiner ist als Zentner, Spielpraxis beim Eredivise-Absteiger Sparta Rotterdam. Bis Müller wieder fit ist, wird der gebürtige Bad Kreuznacher die Nummer zwei sein.


Konstanz auf der Torhüter-Position ist in Mainz nach dem Abgang von Loris Karius 2016 zwar nicht mehr eingekehrt, was auch an zahlreichen Verletzungen lag. Doch solange Zentner einen ähnlich stabilen Eindruck macht wie Müller, liegen die Probleme des Tabellenfünfzehnten weiterhin an anderer Stelle.