Am elften Spieltag der aktuellen Premier-League-Saison steht uns ein Duell zweier Giganten bevor. Der Zweite gegen den Vierten - FC Liverpool gegen den FC Arsenal. In der Tabelle ein leichter Vorteil für das Team von Trainer Jürgen Klopp, doch Unai Emery und seine Londoner sind im Aufschwung. 


Viel schlechter als der aktuelle ​Arsenal-Coach Unai Emery - mit zwei Niederlagen - kann man eine Saison mit einem neuen Klub nicht beginnen. Es ist allerdings ebenfalls schwierig, ähnlich beeindruckend zurückzuschlagen. Die beiden verlorenen Spiele waren nämlich nicht nur gegen die englischen Titel-Favoriten ​FC Chelsea und ​Manchester City, sie blieben auch die einzigen Partien, aus denen die Gunners nicht als Sieger hervorgingen. Sieben Siege gelangen dem spanischen Coach und seiner Mannschaft in Folge, bevor man in einer Zitterpartie gegen Crystal Palace dann das erste Unentschieden der Saison hinnehmen musste. 

Arsenal v Blackpool - Carabao Cup Fourth Round

Unai Emery dirigiert seit diesem Sommer das Spiel des englischen Haupstadt-Klubs



Eigentlich freute man sich als Arsenal-Fan ganz besonders auch auf das heutige Match gegen den ebenfalls starken ​FC Liverpool, der gemeinsam mit ManCity an der Spitze der Premier League steht. Wäre da nicht ebendieses Remis aus der letzten Woche. Sicher: Danach gelang wieder ein Sieg, doch das 2:1 im EFL Cup gegen Blackpool war weder eine Machtdemonstration, noch sonderlich aussagekräftig. 


So stellt sich trotz guter Ergebnisse in Liga und europäischem Wettbewerb nun die gleiche Frage, die Emery auch zu Beginn der Saison gefragt wurde: Kann der FC Arsenal mit den ganz Großen, den Chelseas, den Citys, eben auch den Liverpools, mithalten? Die Antwort nach Spieltag eins und zwei lautete: Nein. Kann er nicht. Eine andere Fragestellung könnte lauten: Reichen acht Liga-Spieltage, um das System eines Trainers zu verinnerlichen - um bereit zu sein für schwerere Aufgaben?


Gute Voraussetzungen


Die Bausteine dafür hat der Coach der Gunners: Da ist zum Einen der Top-Kader mit kreativen Stars wie Mesut Özil, treffsicheren Torschützen wie Pierre-Emerick Aubameyang und aufstrebenden Jungstars wie den immer besser werdenden Nigerianer Alex Iwobi. Dann das in den letzten Wochen und Monaten gesammelte Selbstbewusstsein der Londoner Truppe, die nach den zahlreichen Siegen weiterhin Aufwind verspüren wird. Zuletzt auch das Glück, dass außer Kapitän Koscielny und Mittelfeldmann Elneny keine länger Verletzten zu vermelden sind. 

Crystal Palace v Arsenal FC - Premier League

Mesut Özil ist einer der Leistungsträger in Emerys Star-Ensemble



Das letzte Puzzlestück für den ganz großen Coup ist die Team-Chemie - Und die könnte Emerys größte Aufgabe sein. Eine erfolgreiche Atmosphäre herzustellen ist die eine, sie auch nach Rückschlägen zu wahren eine völlig andere Sache. Gerade in einem Team mit so vielen Ausnahme-Athleten ist das eine große Verantwortung für den Spanier an der Seitenlinie der Londoner. Dieser aber gerecht zu werden könnte der Schlüssel für Arsenal sein, am Saisonende vielleicht sogar die Meisterschaft zu bejubeln.