​Nach der 1:5-Schlappe im 'Clasico' hatte man bei ​​Real Madrid die Reißleine gezogen und den vor der Saison mit viel Vorschusslorbeeren verpflichteten Trainer Julen ​Lopetegui freigestellt. Seitdem gestaltet sich die Nachfolger-Suche bei den Königlichen jedoch als schwierig. Mit dem ehemaligen Chelsea-Coach Antonio Conte kam man auf keinen gemeinsamen Nenner und auch das neue Hauptziel Roberto Martinez könnte ein harter Brocken werden.


Für den 45-jährigen Spanier wäre der Posten bei den Madrilenen mit Sicherheit eine sehr reizvolle Aufgabe, schließlich konnte der Fußballlehrer auf Vereinsebene bislang nur in England Erfahrungen sammeln. Zuletzt feierte der Coach jedoch mit der belgischen Nationalmannschaft große Erfolge und führte das fußballverrückte Land bei der Weltmeisterschaft in Russland bis zum Sieg im Spiel um Platz drei. Bereits im Mai wurde der Vertrag des Übungsleiters beim belgischen Verband bis zum Sommer 2020 verlängert.

Dennoch sollen die 'Königlichen' laut Informationen des Telegraph Martinez als neues Transferziel Nummer eins auserkoren haben. So wollen sich die Spanier angeblich schnellstmöglich mit dem ehemaligen Everton-Trainer an einen Tisch setzten, um über mögliche Vertragsdetails zu diskutieren. Der belgische Verband befürchtet dabei, von dem spanischen Spitzenklub übergangen zu werden. Dabei erinnert das geplante Vorgehen der Madrilenen an die Verpflichtung von Lopetegui, der sich unmittelbar vor der WM aus seinem Amt als Trainer der spanischen Nationalmannschaft abwerben ließ.


Zwar sollen die Belgier durchaus erkannt haben, dass dem Trainerposten bei Real eine besondere Bedeutung zukommt. Dennoch möchten sie sich keineswegs kampflos geschlagen geben und blockieren derzeit vehement alle Abwerbungsversuche .Auf Nachfrage von VTM Nieuws wollte sich der Trainer selbst nicht zu den Gerüchten um seine Person beteiligen und erklärte: "Lasst uns keine Zeit mit diesem Thema verlieren". 

Aktuell leitet der ehemalige Jugendtrainer Santiago Solari interimsweise das Training bei dem derzeit Neuntplatzierten in La Liga. Im Pokalwettbewerb Copa del Rey konnte der Argentinier mit seiner Mannschaft dabei zuletzt einen 4:0-Erfolg gegen Drittligist UD Melilla feiern. Da in Spanien Interimstrainer jedoch nur für zwei Wochen eingesetzt werden dürften, befindet sich Real mittlerweile unter Zugzwang.