Als Florian Kohfeldt auf der Pressekonferenz des ​SV Werder Bremen vor der Partie gegen den FSV Mainz 05 auf eine mögliche Startformation angesprochen wurde, sprach der 36-Jährige von einer "großen Luxussituation." Wen er für die erste Elf nominieren wird, wollte er noch nicht verraten. Doch klar ist, dass sich durch die Rückkehr des Trios um Max Kruse, Philipp Bargfrede und Niklas Moisander die Möglichkeiten für die Bremer noch einmal erhöhen werden.


Das Dreigestirn kam unter der Woche beim lockeren 5:1-Sieg im Pokal bei Weiche Flensburg noch nicht zum Einsatz. Während Kruse die 90 Minuten auf der Bank verbrachte, verpassten Moisander (muskuläre Probleme) und Bargfrede (Muskelfaserriss) den Sprung in den Kader.

Allerdings besteht bei beiden Routiniers die Chance, dass sie am Sonntag gegen die Mainzer wieder in das Aufgebot zurückkehren werden: "Bargfrede und Moisander werden heute trainieren und ich gehe davon aus, dass sie uns am Wochenende zur Verfügung stehen werden", so Kohfeldt optimistisch. Die Wahrscheinlichkeit, dass beide auch auf den Platz zurückkehren werden, sei hoch. Doch Versprechungen wollte er nur für eine der beiden Personalien abgeben: "Was ich sagen kann, ist: Wenn Niklas Moisander wieder fit ist, spielt auch er."


Auch bei Kruse, der in Flensburg durch Claudio Pizarro ersetzt wurde, stehe in puncto Einsatz "nichts im Wege". Wie der Angreifer berichtete, werde er gemeinsam mit Bargfrede und Moisander auf den Trainingsplatz zurückkehren und sich auf die Partie gegen die Rheinhessen vorbereiten. Mit drei Toren und vier Torvorlagen in wettbewerbsübergreifend zehn Einsätzen ist er einer der absoluten Schlüsselspieler im Angriff, der neben seiner Torgefahr auch für die nötige Dynamik im Angriffsspiel sorgt und seine Mitspieler immer wieder in Szene setzt. Dass es auch ohne ihn geht, zeigte die Leistung in Flensburg. Allerdings ist Kruse auf lange Sicht nicht wegzudenken, wenn Werder sich in dieser Saison tatsächlich wieder für den Europapokal qualifizieren will.