​Während die peruanische AS am gestrigen Mittwoch vermeldete, Kevin Quevedo habe sich bereits auf eine Unterschrift beim ​SV Werder Bremen geeinigt, dementiert der Spieler selbst, jemals mit den Bremern gesprochen zu haben. Allerdings habe er über Familienmitglieder davon erfahren, dass Werder im Gespräch sei.


Mit vollständigem Namen heißt er Kevin Martín Quevedo Mathey, ist 21 Jahre alt und hat große Ziele im Visier: „Mein Traum seit ich ein Kind war ist es, für die peruanische Nationalmannschaft zu spielen“, gibt er sich im Interview mit dem peruanischen Magazin Movistar Deportes hoffnungsvoll. In seinem Verein hat er sich schon in die erste Mannschaft spielen können. Nun wird dem beidfüßigen Stürmer noch mehr zugetraut: Werder Bremen habe sich mit ihm bereits auf einen Wechsel in der kommenden Transferperiode geeinigt, schrieb AS.


Es wird in Peru erwartet, dass Quevedo eher früher als später den Karriereschritt wagen und den Weg nach Europa bestreiten wird – die Frage ist nur wann und wohin, denn von einem Kontakt zu Werder weiß er selbst nichts: „Ich habe von Familienangehörigen und den sozialen Medien davon erfahren. Niemand ist auf mich zugekommen. Ich weiß von nichts.“


Dabei hat AS schon vermeldet, der Wechsel wäre sehr wahrscheinlich. Außerdem hieß es, Werder-Ikone Claudio Pizarro habe den Grün-Weißen zu dem Transfer geraten. Auch Bremens Rekordtorschütze hat zu Beginn seiner Karriere bei Alianza Lima gespielt, bevor er in die Bundesliga kam. Er sei mit den Beratern Quevedos befreundet, fuhr der Bericht fort.


Pizarro war fast ebenfalls 20 Jahre alt, als er Alianza Lima verließ. Kurz vorher bestritt er sein Länderspieldebüt für Peru. Quevedo hinkt dieser Entwicklung bislang nur wenige Monate hinterher, gilt aber als eins der größten peruanischen Talente der Zukunft. Für die Profimannschaft seines Vereins war er in 30 Spielen bisher an sechs Treffern beteiligt.


Zuletzt war Quevedo wohl mit Undiszipliniertheiten im Verein aufgefallen, die ihn immer häufiger auf die Ersatzbank beförderten. Diese Phase will er nun endgültig hinter sich gelassen haben: „Ich habe mich verändert“, sagt er Movistar Deportes weiter, dies habe an der Geburt seiner Tochter vor einigen Monaten gelegen: „Sie ist eine zusätzliche Motivation.“ Im Verein spreche man außerdem viel mit ihm und unterstütze ihn auf dem richtigen Weg, sagt Quevedo. Sowohl seine Mitspieler als auch die Vereinsführung sei dabei hilfreich gewesen, wie der gelernte Rechtsaußen findet. Aussagen, die dafür sprechen, dass er noch einen weiten Weg in seiner Entwicklung zu gehen hat.


Vor einigen Tagen vermeldete das Portal El Bacon, ​dass mit Tiago Cantoro ein weiterer Peruaner im Blickpunkt Werders ist und bereits kurz vor einem Probetraining in der Hansestadt steht. Der Kontakt nach Peru scheint also durchaus zu bestehen. Nicht nur wegen Pizarro werden die Spekulationen um eine Verbindung zu Quevedo daher nicht abreißen.