BARCELONA, SPAIN - OCTOBER 20: Ousmane Dembele of FC Barcelona during the La Liga Santander  match between FC Barcelona v Sevilla at the Camp Nou on October 20, 2018 in Barcelona Spain (Photo by Jeroen Meuwsen/Soccrates/Getty Images)

Dembélé darf Barça verlassen: Diese 6 Klubs könnten im Winter anklopfen

Seit Ousmane Dembélé Borussia Dortmund im Sommer 2017 verlassen hat, ist er noch nicht in Fahrt gekommen. Vom Wechsel zum FC Barcelona dürfte sich der 21-jährige Franzose den großen Durchbruch erhofft haben, doch nach einer Saison, die durch eine Verletzung des Oberschenkelmuskels gekennzeichnet war, spielt er aktuell nur die zweite Geige bei den Katalanen. Zwar erzielte er in zwölf Saisonspielen schon fünf Tore, hat aber nur sehr beschränkte Einsatzzeit. 


Wie jetzt bekannt wurde, will Barça Anfragen zu ihrem Linksaußen zukünftig nicht mehr kategorisch ablehnen. Doch wer käme in Frage, sich von einer majestätischen Ablösesumme nicht abschrecken zu lassen? Eigentlich nur wenige Vereine: 

1. FC Liverpool

Es ist wichtig, mit einem schwierigen Typen wie Dembélé umgehen zu können. Dies ist Jürgen Klopp vom FC Liverpool durchaus zuzutrauen, auch wenn er in der Vergangenheit vornehmlich mit harmonischeren Charakteren gearbeitet hat, zu denen in der Regel ein hoher Grad des Vertrauens kommuniziert wurde. Dennoch schaffte es Klopp als erst zweiter deutscher Trainer in der Premier League sofort, eine von Stars gespickte Mannschaft in den Griff zu bekommen und feiert sportliche Erfolge. Dembélé brachte sich zuletzt mit Undiszipliniertheiten in Ungnade und fiel auch schon beim BVB durch seinen erzwungenen Wechsel negativ auf.


Der Weltmeister könnte die Reds aber durchaus verstärken: Für die exakte Position von Dembélé hat Liverpool nur Sadio Mané im Kader, daher springen oft die Mittelfeldspieler Adam Lallana oder James Milner auf links ein. Allerdings hat Liverpool in dieser Saison schon viel Geld ausgegeben, vor allem für Rekordtransfer Alisson Becker. Außerdem gibt es für die erfolgreiche Mannschaft momentan keinen sportlichen Druck, sich in Unkosten zu stürzen. 

2. FC Arsenal

Bei den englischen Buchmachern werden die Chancen des FC Arsenal auf eine Verpflichtung des vielversprechenden Talents Dembélé mit am höchsten gehandelt, wie der Daily Express berichtet. Der Verein mit vielen französischen Einflüssen soll auf Augenhöhe mit dem FC Liverpool liegen, was die Gunst des früheren Dortmunders betrifft. Dabei könnte der sportliche Erfolg eine Rolle spielen, denn Champions League darf es für Dembélé schon sein. 


Arsenal rangiert derzeit mit vier Punkten Rückstand auf Liverpool auf dem vierten Tabellenplatz und hat mit Pierre-Emerick Aubameyang, Alexandre Lacazette und Mesut Özil eine schlagkräftige Offensive. Da jedoch der Abgang von Aaron Ramsey kurz bevor steht und die Mannschaft mit 27,1 Jahren ein hohes Durchschnittsalter aufweist, könnten die Gunners im Winter Kontakt nach Spanien aufnehmen. 

3. Tottenham Hotspur

Bleibt man in der Premier League, könnte Tottenham Hotspur ebenfalls ins Buhlen um den Flügelspieler einsteigen. Tottenham wird derzeit auch als Interessent für Barcelonas Malcom gehandelt, den die Katalanen vermutlich ebenso wie Dembélé im Winter abgeben wollen. Die Spurs sind auf der Suche nach Konkurrenz für Heung-min Son, der in neun Einsätzen noch ohne Treffer blieb. Beim Team von Manager Mauricio Pochettino feiert man dennoch Siege und liegt auf dem fünften Tabellenplatz. 


Dennoch müsste man sich so einen teuren Transfer wie den von Dembélé (oder Malcom) im Norden Londons gut überlegen. 

4. FC Chelsea

Wenn der FC Chelsea sich den französischen Weltmeister schnappt, wäre er vermutlich nur zweite Wahl hinter Superstar und Fan-Liebling Eden Hazard, der auf seiner Linksaußenposition spielt. Es kommen zwar immer wieder Gerüchte um Hazards Wechsel zu Real Madrid auf, aber die Blues setzen alles daran, ihn an der Stamford Bridge zu halten. 


Stattdessen könnte Dembélé nach und nach die alternde Offensive um Olivier Giroud und Pedro ablösen, wenn er sich im Offensivspiel variabel zeigt. Im offensiven Mittelfeld oder auf der rechten Seite hätte er eine Chance auf viele Einsatzminuten bei Chelsea. Bei Barcelona wich Dembélé ebenfalls schon einige Male auf den rechten Flügel aus. Die Londoner sind ein heißer Kandidat im Rennen um die Unterschrift. 

5. Paris Saint-Germain

Wenn es um viel Geld geht, darf man an Paris Saint-Germain denken. Der französische Serienmeister hat im vergangenen Sommer stattliche 177 Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben und zahlt dabei noch Rekordgehälter. Auch ohne die Einnahmen von 107 Millionen Euro wäre dies für den Klub des katarischen Staatsfonds Qatar Investment Authority problemlos zu verkraften gewesen. Daher ist Dembélé auch für die Pariser eine Option. Trainer Thomas Tuchel hält viel von jungen, schnellen Spielern, die variablen Tiki-Taka-Fußball spielen können. Ein Wechsel in seine Heimat Frankreich wäre zudem naheliegend. 

6. FC Bayern München

Eine Rückkehr in die Bundesliga wäre bei einem Wechsel zum FC Bayern München nicht unmöglich, denn das Schwergewicht des internationalen Fußballs will im Winter auf dem Transfermarkt tätig werden. Der deutsche Rekordmeister hat im Laufe der Saison immer wieder mit verschiedenen Verletzungssorgen zu kämpfen (jetzt auch noch Thiago) und wird nicht riskieren wollen, wegen personellen Ausfällen Punkte liegen zu lassen. 


Sportlich wäre Dembélé sicher eine Verstärkung, denn Thomas Müller sucht nach wie vor nach seiner Form und auch über die langfristige Nachfolge von Arjen Robben und Franck Ribéry ist noch nicht entschieden worden. Mit Kingsley Coman und Corentin Tolisso hätte Dembélé neben Ribéry weitere Landsmänner im Team des FCB.