FREIBURG IM BREISGAU, GERMANY - OCTOBER 26: Denis Zakaria of Borussia Monchengladbach (c) leaves the field dejected following his side's defeat during the Bundesliga match between Sport-Club Freiburg and Borussia Moenchengladbach at Schwarzwald-Stadion on October 26, 2018 in Freiburg im Breisgau, Germany. (Photo by Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images)

Pause gefällig? Die Dauerbrenner bei Borussia Mönchengladbach

In der abgelaufenen Saison hatte Borussia Mönchengladbachs Trainer Dieter Hecking ein großes Problem. Seine Mannschaft wurde vom Verletzungspech verfolgt, weshalb der 53-Jährige fast immer auf das gleiche Spielermaterial vertrauen musste.


Dieses Mal soll jedoch alles anders werden. Der Konkurrenzkampf ist unwahrscheinlich groß, schwerwiegende Verletzungen sind bislang ausgeblieben und der sportliche Erfolg ist zurückgekehrt. Trotz der 1:3-Niederlage beim SC Freiburg befinden sich die 'Fohlen' in der Spitzengruppe der Bundesliga und sind auf dem besten Wege, sich Schritt für Schritt wieder in dieser Region festzubeißen.


Möglich machen dies die Spieler, die Hecking zur Verfügung stehen und zum Teil absolute Dauerbrenner sind. Im Folgenden präsentieren wir acht Feldspieler mit den meisten Einsatzminuten, wobei einer von ihnen zum wiederholten Male keine Sekunde auf dem Rasen verpasste.

8. Tobias Strobl (605 Minuten)

Den Anfang der Liste macht Tobias Strobl - und das nicht zu Unrecht. Nach seinem Kreuzbandriss im vergangenen Jahr verpasste der defensive Mittelfeldspieler die komplette Saison. Während der Vorbereitung wollte sich Strobl wieder einen Stammplatz erarbeiten, und hinterließ bei Dieter Hecking einen hervorragenden Eindruck.


In den ersten fünf Pflichtspielen verpasste Strobl keine Sekunde auf dem Feld, ehe er gegen Eintracht Frankfurt, den VfL Wolfsburg und Bayern München auf der Bank Platz nehmen musste. Zwei weitere Einsätze gegen den FSV Mainz und den SC Freiburg, wo der 29-Jährige nach 65 Minuten ausgewechselt wurde, ergeben die bisherige Einsatzzeit von 605 Spielminuten.

7. Nico Elvedi (617 Minuten)

Platz sieben belegt Nico Elvedi. Der Schweizer ist aufgrund seiner Variabilität in der Defensive eine wichtige Stütze, zählt zudem zu den Lieblingen von Hecking. Die Vorbereitung konnte er aufgrund einer Blinddarm-Operation nicht komplett absolvieren, weshalb Elvedi das Pokalspiel beim BSC Hastedt sowie den Auftakt in der Bundesliga gegen Bayer Leverkusen und den FC Augsburg verpasste.


Seither stand er allerdings in allen sieben Spielen in der Startelf und wurde lediglich bei der 2:4-Niederlage gegen Hertha BSC nach 77 Minuten ausgewechselt.

6. Florian Neuhaus (631 Minuten)

Florian Neuhaus zählt schon jetzt zu den Shootingstars. Sportdirektor Max Eberl dürfte diese Entwicklung allerdings nicht überraschen, schließlich verlieh er den 21-Jährigen nach der Verpflichtung im vergangenen Sommer (kam ablösefrei von 1860 München) umgehend an Fortuna Düsseldorf, wo er zum Leistungsträger avancierte.


Früh stellte Eberl klar, dass Neuhaus definitiv nach Gladbach zurückkehren und nicht erneut Wechseln würde. Das Vertrauen zahlt sich aus: In zehn Einsätzen lieferte er bereits sechs Torvorlagen, blüht auf der 'Acht' mit Jonas Hofmann auf und zählt mit insgesamt 631 Einsatzminuten zu den Dauerbrennern der 'Fohlen'.

5. Alassane Plea (702 Minuten)

Alassane Plea ist ohne Wenn und Aber ein Spielertyp, den die Mannschaft nach dem Umbruch im Sommer dringend benötigte. Der Franzose schießt Tore wie am Fließband, steht nach zehn Pflichtspielen nach acht Toren und konnte in der Bundesliga bereits mit fünf Buden überzeugen.


Zu Saisonbeginn musste er sich langsam an die Spielweise in Deutschland gewöhnen, doch mittlerweile ist Plea voll angekommen und ist daher der erste Spieler der Liste, der die Marke von 700 Einsatzminuten knackt.

4. Jonas Hofmann (810 Minuten)

Dazwischen klafft allerdings eine große Lücke. Jonas Hofmann verpasst das Podium zwar knapp, zählt aber zu den positivsten Erscheinungen der bisherigen Saison.


In der Vergangenheit agierte er meist auf den Außenbahnen, blieb dabei recht glücklos und zählte daher möglicherweise zu den Wackelkandidaten. Doch aufgrund der Umstellung auf ein 4-3-3-System wurde er von Hecking ins Zentrum versetzt, was sich als absoluter Glücksgriff herausstellen sollte.


Hofmann blüht derzeit auf, steht nach neun Einsätzen bei elf Torbeteiligungen (fünf Tore, sechs Assists) und ist kaum aus der Startformation wegzudenken. Einzig beim 2:2 gegen den VfL Wolfsburg blieb er außen vor.

3. Oscar Wendt (868 Minuten)

Platz drei belegt Oscar Wendt - und das nur wegen dem Pokalspiel. Beim BSC Hastedt stand er lediglich über 58 Minuten auf dem Platz. In der Bundesliga hingegen ist der Schwede auf der linken Abwehrseite klar gesetzt, absolvierte jede Partie über 90 Minuten und verpasste noch keine einzige Sekunde auf dem Rasen.

2. Thorgan Hazard (893 Minuten)

Beinahe hätte Thorgan Hazard alle 900 bisherigen Minuten auf dem Spielfeld erlebt, doch der Belgier wurde beim 3:0-Erfolg gegen den FC Bayern München nach 83 Minuten ausgewechselt. Abgesehen davon verpasste der Schlüsselspieler keine weiteren Minuten und stellte seinen hohen Stellenwert mit acht Toren und vier Vorlagen erneut eindrucksvoll unter Beweis.

1. Matthias Ginter (900 Minuten)

Allerdings gibt es nur einen, der wirklich jeden Moment hautnah auf dem Platz erlebte: Matthias Ginter. Der Abwerchef und 17-Millionen-Euro teure Einkauf aus dem vergangenen Sommer, machte rein individuell betrachtet mit seinem Wechsel von Borussia Dortmund nach Mönchengladbach alles richtig.


Beeindruckend: Schon in der letzten Saison stand Ginter in allen 37 Pflichtspielen in der Startelf, war nie verletzt oder gesperrt (zwei Gelbe Karten in der Bundesliga) und wurde nie ausgewechselt. Daher sammelte er in der abgelaufenen Saison 3.330 Minuten - und könnte diese Bestmarke in diesem Jahr erneut wiederholen.