​Xherdan Shaqiri vom FC Liverpool macht sich trotz seiner kosovarischen Herkunft keine Sorgen um eine feindselige Stimmung der serbischen Fans beim anstehenden Champions-League-Spiel der Reds in Serbien gegen Roter Stern Belgrad. "Ich gehe nur dorthin, um ein Fußballspiel zu spielen. Es geht nicht um Politik, es geht um Fußball", so Shaqiri. 


Serbien erkennt den Kosovo nicht als unabhängigen Staat an, sondern betracht das Land weiterhin als eigene Provinz. 2008 hatte der mehrheitlich albanisch bevölkerte Kosovo seine Unabhängigkeit von Serbien erklärt, und wird mittlerweile von 111 der 193 Staaten der UN als unabhängige Republik anerkannt. Dennoch erhebt Serbien bis heute Anspruch auf die Region.


Zuletzt hatten die Beziehungen auch auf sportlicher Ebene für Spannungen gesorgt, als Serbien und die Schweiz im Zuge der diesjährigen Weltmeisterschaft aufeinandertrafen und Xherdan Shaqiri auf seinem Schuh die Flagge des Kosovo zeigte, weshalb den im heutigen Kosovo geborene Schweizer Xherdan Shaqiri einen feindseligen Empfang in Belgrad erwarten dürfte.

Laut dem ​Telegraph macht sich Shaqiri aber keine Gedanken um die Fans und die Stimmung beim anstehenden ​Champions-League-Spiel des FC Liverpool in Serbien bei Roter Stern Belgrad: "Ich gehe nur dorthin, um ein Fußballspiel zu spielen. Es geht nicht um Politik, es geht um Fußball. Ich mache mir keine Sorgen darum. Ich hatte diese Situation bereits bei der Weltmeisterschaft und weiß, dass ich damit umgehen kann. Mir ist egal, was die Leute sagen."


Sportlich weiß Shaqiri nach seinem Wechsel von Stoke City zum ​FC Liverpool zu überzeugen: In den letzten sieben Spielen der Reds kam der Flügelspieler fünfmal zum Einsatz und konnte dabei drei Vorlagen beisteueren. Trainer Jürgen Klopp zeigte sich nach dem letzten Spiel (4:0 Zuhause gegen Roter Stern Belgrad) sehr zufrieden mit der Leistung des Schweizers. 


Auch Shaqiri selbst ist glücklich über seine Einsätze für Liverpool: "Ich gebe mein Bestes, ihm (Klopp) gute Leistungen zu liefern. Ich denke ich habe die Qualität und Übersicht gute Pässe zu spielen und das hat man gesehen. Ich habe Spaß an dem Fußball hier und das sieht man auf dem Platz. Das wichtigste ist, als Team zu gewinnen. Auf dem Platz sieht man, dass wir viele gute Spieler und Kreativität haben. Ich bin stolz in der Champions League in der Startelf gestanden zu haben."