​​Hannover 96 holte am achten Spieltag bei der Auswärtspartie gegen ​Bayer 04 Leverkusen einen Punkt. Bei dem 2:2-Unentschieden war Felipe ausnahmsweise einer der Hauptprotagonisten bei den Niedersachsen. Dabei zeigte das Spiel des Brasilianers viel Licht, aber mindestens genau so viel Schatten. Doch auch wenn der Innenverteidiger bei 96 längst nicht immer gesetzt ist, kann sich der Routinier eine Vertragsverlängerung bei dem Traditionsverein durchaus vorstellen.


Bereits im Sommer 2012 wechselte der heute 31-Jährige von Standard Lüttich zu den Hannoveranern und ist damit der dienstälteste Spieler im Kader von Trainer Andre Breitenreiter. Eine feste Größe wurde der Südamerikaner in den vergangenen sechs Jahren an der Leine jedoch nicht. Auch aufgrund von zahlreichen Verletzungen stand der Abwehrspieler bislang nur in 47 Pflichtspielen der Niedersachsen auf dem Rasen. Zuletzt stand der Abwehrrecke jedoch drei Mal in Folge in der Startelf.

Bei der Partie gegen die Werkself gelang ihm dabei sogar ein Tor, nur wenige Minuten später machte er jedoch seinen bis dahin ordentlichen Gesamteindruck durch eine unnötige zweite Gelbe Karte und dem damit verbundenen Platzverweis zunichte. Doch obwohl diese unglückliche Aktion sinnbildlich für seine bisherige Zeit in Hannover ist, hofft Felipe auf eine Verlängerung seines im Sommer 2019 auslaufenden Vertrags. 


"Ich muss jeden Tag konzentriert arbeiten und am Ende der Saison schauen wir, was passiert. Die Mannschaft und der Verein hier sind top. Hannover ist sehr, sehr geil. Ich fühle mich in Hannover zu Hause", so der Defensivspezialist in einem auf der Vereinsseite der Hannoveraner veröffentlichten Interview. 


Darüber hinaus erklärte der 1,93-Meter-Hüne, dass er zum 96-Neuzugang ​Walace bereits eine enge Bindung aufbauen konnte. "Er hat sich sehr schnell integriert und war offen für alles. Ich finde es sehr gut, wenn wir einen Brasilianer hier haben. Er ist auch schon ein Freund geworden", so Felipe.


Für die letzte Vertragsverlängerung im Jahre 2016 war noch Martin Bader zuständig gewesen, ob der aktuelle Manager Horst Heldt auch in Zukunft auf den Routinier setzen wird, bleibt abzuwarten. Angesichts der großen Konkurrenz in der Abwehrzentrale könnte es für den verletzungsanfälligen Linksfuß aber eng werden.