​Die ​TSG 1899 Hoffenheim wartet in der Champions League auch nach dem dritten Spieltag weiter auf den ersten Sieg. Am Dienstagabend lieferten die Kraichgauer vor heimischem Publikum zwar erneut eine couragierte Vorstellung ab, kamen ​gegen Olympique Lyon allerdings nicht über ein am Ende glückliches 3:3-Unentschieden hinaus. Die Mannschaft von Cheftrainer Julian Nagelsmann brachte sich abermals mit individuellen Fehlern um den verdienten Lohn.


"Dieses Spiel müssen wir gewinnen, das sind eigentlich drei Eigentore", stellte Rechtsverteidiger Pavel Kaderabek nach der Partie klar. Der 26-Jährige machte damit noch einmal deutlich, wo bei der TSG der Schuh besonders drückt. Den Kraichgauern unterlaufen in der Königsklasse zu oft einfache Fehler, die auf diesem Niveau eiskalt bestraft werden. Der erste Gegentreffer resultierte aus einem einfachen Ballverlust von Kevin Vogt.

Nach dem Rückstand zeigte die Nagelsmann-Elf eine tolle Moral und drehte dank eines Doppelpacks von Andrej Kramaric die Partie. Nach dem zweiten Gegentreffer, bei dem Torhüter Oliver Baumann aus spitzem Winkel überwunden wurde, gerieten die Gastgeber erneut in Rückstand. Bei einem langen Ball verschätzte sich Kevin Akpoguma, sodass Lyons Memphis Depay freie Bahn hatte. 


Dem eingewechselten Joelinton war es zu verdanken, dass sich die Hoffenheimer am Ende wenigstens über einen Punkt freuen durften. Der Brasilianer traf in der zweiten Minute der Nachspielzeit zum 3:3-Endstand. "Das war ein sehr attraktives Spiel, wir hatten viele Chancen", erklärte Nagelsmann nach der Partie. "Ich bin mit der Offensive mehr als zufrieden, weil ich glaube, dass wir einen herausragenden Fußball gespielt haben."

TSG 1899 Hoffenheim v Olympique Lyonnais - UEFA Champions League Group F

Drehte mit einem Doppelpack die Partie: Andrej Kramaric


"Am Ende war ich froh, dass wir noch den Punkt geholt haben. Er wird für die Tabelle noch wichtig werden", betonte der TSG-Coach. Dank des Punktgewinns verbesserte sich Hoffenheim in der Gruppe F auf Platz drei. Das Erreichen des Achtelfinales dürfte nach zwei Unentschieden und einer Niederlage schwierig werden.


In den verbleibenden drei Gruppenspielen gilt es für die TSG, die einfachen Fehler in der Defensive abzustellen. "Alle Spiele, die wir in der Champions League gemacht haben, waren sehr gut. Darum ist es bitter, dass wir gefühlt fast mit leeren Händen dastehen", gab Baumann zu Protokoll.