DORTMUND, GERMANY - OCTOBER 06: Players of Dortmund celebrate after winning the Bundesliga match between Borussia Dortmund and FC Augsburg at Signal Iduna Park on October 6, 2018 in Dortmund, Germany. (Photo by TF-Images/Getty Images)

Fünf Gründe für den Dortmunder Aufschwung

Nach acht Spieltagen in der Bundesliga steht Borussia Dortmund ungeschlagen auf dem ersten Tabellenplatz. Zudem stellt der BVB den besten Angriff der Liga und liefert Woche für Woche eine Show ab - von den tristen Auftritten der Vorsaison ist nichts mehr zu sehen. Was sind die Gründe für den Aufschwung des BVB?

1. Lucien Favre

Unter Peter Stöger boten die Dortmunder selten guten Fußball, obwohl auch im Vorjahr bereits viel Talent in der Mannschaft steckte. Unter Lucien Favre zeigt sich ein komplett anderes Bild, der BVB spielt ansehnlichen Offensivfußball und sorgt für reichlich Spektakel. Die Mannschaft hat zudem große Moral und lässt sich auch von Rückständen nicht schocken, ein gutes Händchen von Favre bei den Jokern tut ihr übriges. 


Zudem weiß der Schweizer Trainer die vielen jungen Talente, allen voran Jadon Sancho und Jacob Bruun Larsen, hervorragend einzusetzen. Favre ist der richtige Trainer zur richtigen Zeit. 

2. Marco Reus

Marco Reus ist endlich wieder richtig fit, alleine diese Tatsache ist schon viel wert. Darüber hinaus machte Trainer Lucien Favre den 29-Jährigen zum Kapitän und in der Führungsrolle blüht Reus noch mehr auf als sonst: Fünf Tore sowie fünf Assists aus den ersten acht Bundesligaspielen stehen zu Buche, zudem wurde er als erster Spieler des Monats der DFL ausgezeichnet. Reus ist momentan vielleicht so stark wie noch nie. 

3. Paco Alcacer

Erst kurz vor dem Ende des Transferfensters konnte der BVB die Lücke im Sturmzentrum schließen und Paco Alcacer vom FC Barcelona ausleihen. Doch das Warten hat sich gelohnt: Acht Tore in fünf Pflichtspielen hat Alcacer erzielt und dabei stand der Spanier erst zwei Mal in der Startelf. Die Kaufoption von dem Vernehmen nach 23 Millionen (plus fünf Millionen an möglichen Bonuszahlungen), die die Borussen bereits gezogen haben, entpuppt sich bei dieser Trefferquote als Schnäppchen. Pierre-Emerick Aubameyang trauert in Dortmund niemand mehr nach. 

4. Axel Witsel

Angesichts dessen, dass Axel Witsel bisher immer eher dem Geld nachjagte und noch in keiner europäischen Topliga spielte, gab es zunächst noch leichte Skepsis nach seiner Verpflichtung im Sommer für 20 Millionen Euro aus China. Doch der Belgier entwickelte sich schlagartig zum Chef im Dortmunder Mittelfeld und organisiert das gesamte Spiel, längst ist er aus der Zentrale des BVB nicht mehr wegzudenken. Ein solcher Spielertyp fehlte den Dortmundern im Vorjahr, Witsel hat deshalb großen Anteil am Aufschwung. 

5. Vielseitige Offensive

Nach acht Spieltagen in der Bundesliga hat der BVB 27 Tore erzielt, dies sind mit Abstand die Meisten der Liga. Dies haben die Schwarz-Gelben aber nicht vor allem einem oder zwei Angreifern zu verdanken, die Borussia glänzt hier neben den besten Torjägern Marco Reus und Paco Alcacer mit Vielseitigkeit: Nicht weniger als 14 verschiedene Torschützen können die Dortmunder bereits vorweisen, ihre Gegner müssen also immer auf alles gefasst sein.