Experten des Senders Sky haben den Umgang des ​FC Bayern mit Sportdirektor Hasan Salihamidzic kritisiert. Die früheren Fußballprofis Dieter Hamann und Thomas Berthold betonten, der Bosnier könne sein Profil nicht schärfen, was für seine Außendarstellung und die des Klubs äußerst schlecht sei.


In der denkwürdigen Pressekonferenz des FC Bayern München am Freitag sollte Hasan Salihamidzic zu den Gerüchten um Jadon Sancho Stellung beziehen. Doch Vorstandchef Karl-Heinz Rummenigge fiel dem Sportdirektor ins Wort und beantwortete selbst die Frage.

Dieter Hamann empfand dies in der Sendung Sky90 als "Super-GAU" für den Sportdirektor. "Wenn er so abgekanzelt wird wie auf der PK, kann er sein Profil nicht schärfen", sagte der einstige Mittelfeldspieler des FC Bayern und des FC Liverpool. Intern höre man, dass er unheimlich fleißig sei und versuche, viel zu verändern. "Aber da muss ich ihn auch in der Öffentlichkeit stärken", meinte Hamann. 


"Er ist doch kein Schuljunge"


Thomas Berthold gab eine ähnliche Einschätzung ab. "Wenn ich jemanden direkt anspreche, sollten die Personen auch so viel Respekt haben und ihm die Möglichkeit geben zu antworten. Er ist doch kein Schuljunge", so der Weltmeister von 1990. Der 41-jährige Hasan Salihamidzic spielte von 1998 bis 2007 selbst für den Rekordmeister. Seit dem 1. Juli 2017 arbeitet er als Sportdirektor bei den Bayern. Sein aktueller Vertrag hat eine Laufzeit bis mindestens Juni 2020.