Ex-Bayern-Spieler ​Juan Bernat hat sehr souverän auf die scharfe Kritik von Uli Hoeneß an seiner Leistung beim FC Bayern reagiert: "Ich habe darüber nichts zu sagen. Mir wurde schon als Kind beigebracht, dankbar zu sein", erklärte der 25-Jährige von Paris Saint-Germain einen Tag nach dem Rundumschlag der Bayern-Bosse auf der Pressekonferenz am Freitag. 


Linksverteidiger Juan Bernat, der vor der Saison nach immerhin vier Jahren beim FC Bayern München zu Paris Saint-Germain gewechselt war, nahm am Samstag nach dem 5:0 Sieg von PSG gegen Amiens SC Stellung zu den harten Vorwürfen von FCB-Präsident Uli Hoeneß, der auf der denkwürdigen Pressekonferenz am Freitag dem 25-Jährigen ankreiden wollte, dass dieser "alleine dafür verantwortlich" gewesen sei, dass der FC Bayern in der letzten Saison in der Champions League gegen den FC Sevilla "fast ausgeschieden" sei. Bernat äußerte dazu laut ​Sportbild: "Ja, ich habe davon gehört, aber ich habe darüber nichts zu sagen. Mir wurde schon als Kind beigebracht, dankbar zu sein."

Damit zeigt der 25-Jährige mehr "Anstand und Respekt" als Hoeneß, der diesen am Freitag für seine eigenen Spieler einforderte. Bernat möchte außerdem nicht von den Äußerungen des FCB-Präsidenten auf die Fans des Rekordmeisters schließen, sondern die Zeit beim ​FC Bayern in positiver Erinnerung behalten: "Ich werde den Bayern und den Fans immer dankbar sein für die vier Jahre, die ich dort verbringen durfte.” Er habe in München und beim FCB noch viele Freunde. "Ich wünsche den Bayern alles Gute, viel Glück. Ich habe sehr gute Erinnerungen an meine Zeit dort."


Erst einen Tag zuvor hatte ​Hoeneß auf der Pressekonferenz über Bernat geäußert: "Als wir in Sevilla gespielt haben, war er alleine dafür verantwortlich, dass wir fast ausgeschieden sind. Und an dem Tag ist entschieden worden, dass wir ihn abgeben. Weil er uns fast die ganze Champions League gekostet hat. Und da hätte ich gerne danach gehört, was der für einen Scheißdreck gespielt hat." Bernats Berater hatte anschließend gegenüber Spox wie folgt reagiert: "Ich glaube, dass die Aussagen des Präsidenten Hoeneß einem Präsidenten von einem großen Klub nicht gerecht werden. Ich denke, dass wir alle - aber vor allem der Präsident Hoeneß - darauf achten müssen, dass wir, wenn wir über Fußballer sprechen, dies mit Respekt tun. Allerdings würde ich Herrn Hoeneß fragen, was er sich bei solchen Aussagen denkt. Vor wenigen Monaten war er nämlich noch derjenige, der mit dem Spieler um fünf weitere Jahre verlängern wollte."