VALENCIA, SPAIN - OCTOBER 07:  Lionel Messi of Barcelona looks on prior the La Liga match between Valencia CF and FC Barcelona at Estadio Mestalla on October 7, 2018 in Valencia, Spain.  (Photo by Quality Sport Images/Getty Images)

Nach Armbruch: So kann Barça den Ausfall von Messi kompensieren

Über die Jahre betrachtet musste Lionel Messi in seiner Karriere selten über einen längeren Zeitraum pausieren: Die letzte größere Zwangspause mit insgesamt 18 verpassten Pflichtspielen sollte ein Mittelfußbruch in der Saison 2006/07 darstellen.


Der Argentinier verletzt sich selten. Beim gestrigen 4:2-Erfolg des FC Barcelona über den FC Sevilla brach er sich allerdings den Unterarm, fällt drei Wochen aus und wird das 'El Clasico' gegen Real Madrid am 28. Oktober (16:15 Uhr) verpassen.


Trainer Ernesto Valverde wird nun eine komplizierte Aufgabe zuteil. Der 54-Jährige wird seinen Superstar ersetzen müssen. Viele Alternativen gibt es nicht, da der Kader des amtierenden Meisters nur 23 Spieler misst. Dennoch gibt es insgesamt drei Akteure, die Messi ersetzen können.

1. Ousmane Dembélé

Im Vergleich zu seiner ersten Saison beim FC Barcelona erlebte Ousmane Dembélé einen erfolgreichen Start. Der Flügelspieler, der vor einem Jahr aufgrund eines Oberschenkelmuskelrisses bis Dezember pausieren musste, begann in der Liga sieben Mal von Anfang an und stand insgesamt elf Mal auf dem Platz.


Sein letzter Treffer datiert vom 18. September, als Barça zum Auftakt in der Champions League die PSV Eindhoven mit 4:0 bezwang. Viel mehr dürfte es den 21-Jährigen jedoch ärgern, dass er lediglich einmal über die volle Distanz auf dem Platz stand. Der Ausfall von Messi bietet ihm nun die Chance, sich noch mehr in den Fokus von Ernesto Valverde zu spielen und auf lange Sicht möglicherweise Druck auf Philippe Coutinho auszuüben.

2. Malcom

Die zweite Variante lautet Malcom. Der Brasilianer, der ebenfalls auf beiden Außenbahnen eingesetzt werden kann, wurde im Sommer als größter Konkurrent von Ousmane Dembélé gehandelt - konnte sich bis dato allerdings kaum auszeichnen.


41 Millionen Euro überwiesen die Katalanen an Girondins Bordeaux, lotsten Malcom - an dem angeblich auch der FC Bayern München interessiert war - unmittelbar vor dem eigentlich geplanten Wechsel zur AS Rom nach Spanien und erweiterten so die Möglichkeiten für Trainer Valverde in Sachen Rotation. Diese wurde bislang allerdings nicht benötigt, weshalb der 21-Jährige lediglich zwei Einsätze in der Primera Division sammelte und dabei 25 Minuten auf dem Feld stand. 


Was Malcom jedoch am meisten treffen dürfte: Seit nun mehr vier Pflichtspielen wurde er nicht einmal für den Kader nominiert. Durch Messis Verletzung dürfte er nun also einen Platz weiter aufrücken, doch reicht es auch für die Startelf?

3. Philippe Coutinho

Ebenso ist vorstellbar, dass Philippe Coutinho auf die rechte Außenbahn rückt. Der kostspielige Winter-Transfer (kam im Januar für 130 Millionen Euro vom FC Liverpool) kann sowohl im Dreier-Mittelfeld als auch in der Offensive eingesetzt werden. Zum Saisonauftakt bildete er daher gemeinsam mit Sergio Busquets und Ivan Rakitic die Mittelfeld-Achse, ehe er in den vergangenen drei Partien auf die linke Außenbahn vorrückte und Ousmane Dembélé so zunächst auf die Bank versetzte.


Allerdings sorgt Coutinho auf dem linken Flügel für mehr Torgefahr als auf der gegenüberliegenden Seite. Der Rechtsfuß sammelte allein in der abgelaufenen Saison 23 Torbeteiligungen auf dieser Position, rechts waren es hingegen fünf.