Pep Guardiola kann in seiner nun mehr elf Jahre andauernden Vita einen steilen Werdegang vorweisen. Der ehemalige Trainer des ​FC Barcelona und FC Bayern München sowie aktueller Übungsleiter von Manchester City muss seit jeher mit einem hohen Erwartungsdruck und vielen Stars umgehen, die mal mehr und mal weniger mit seinen Methoden einverstanden waren. Seine vielleicht härteste Entscheidung liegt dabei nicht allzu lange zurück, wie er laut Sport Bild verriet.


Nach drei erfolgreichen Jahren beim FC Bayern heuerte Pep Guardiola im Sommer 2016 bei Manchester City an und krempelte den Kader der 'Citizens' mächtig um. Das wohl prominenteste Opfer: Joe Hart. Der einstige englische Nationaltorhüter stand zuvor über 300 Mal für seinen Asubildungsverein zwischen den Pfosten, wurde jedoch abgesägt und im August 2016 an den FC Turin verliehen. 


"Es war die härteste Entscheidung, die ich als Trainer treffen musste, denn in der kurzen Zeit, die wir zusammen hatten, war er so professionell in der Art und Weise, wie er reagiert hat", sagte Guardiola auf der Pressekonferenz vor der Partie beim FC Burnley - dem jetzigen Klub des 31-Jährigen. 

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  Plötzlich weg: Vor zwei Jahren wechselte Joe Hart auf Leihbasis zum FC Turin



Der Katalane sei es eigentlich gewohnt, dass die Spieler meist nur an ihr eigenes Wohl denken. Bei Hart war es allerdings anders: "Joe hat sich ein wenig in meine Position hineinversetzt und gesagt, dass er es genau verstanden hat. Deshalb schätze ich sein Verhalten und das seines Beraters und seiner Leute sehr."


Die Fans des amtierenden englischen Meisters mussten sich an Claudio Bravo gewöhnen, der jedoch immer wieder patzte und nach nur einem Jahr durch den Brasilianer Ederson ersetzt wurde. "Ich weiß, wie schwer es war für die Fans und die Leute im Klub. Er war ein unglaublicher Keeper und hatte unglaubliche Ergebnisse hier im Klub vorzuweisen", so Guardiola über Hart. "Er ist Teil der Vereinsgeschichte. Es besteht kein Zweifel, wie wichtig er für diesen Verein war und ist. Deshalb fiel es mir nicht leicht, die Entscheidung zu treffen. Ich habe ihm immer das Beste gewünscht – das habe ich ihm privat und auch in der Öffentlichkeit gesagt."


In Burnley ist eigentlich Nick Pope die Nummer eins, doch der 26-Jährige fehlt aktuell aufgrund einer Verletzung einer Schulter. Daher steht Hart aktuell im Tor - auch gegen seinen Herzensverein. Gegen die "Sky Blues" gab es für Hart und Burnley dann allerdings eine deftige 5:0-Klatsche.