Schon einige Male stand Karim Benzema aufgrund von Verfehlungen im medialen Rampenlicht, nun erwischte es den Angreifer von Real Madrid erneut - allerdings aus skurrilem Grund: Wie unter anderem die Sport Bild berichtete, sei der 30-Jährige jüngst an einem Entführungsversuch beteiligt gewesen. Nun äußerte er sich darüber auf Twitter und zeigte für die Anschuldigungen nur wenig Verständnis. 


Am siebten Oktober soll Spielerberater Leo D'Souza nach dem Ligue1-Spiel zwischen Paris Saint-Germain und Olympique Lyon (5:0) von einer Gruppe Unbekannter umringt worden sein. Im Zuge dessen habe D'Souza Smaine Tabennehas, einen Freund Benzemas, erkannt. Doch auch der ehemalige französische Nationalspieler selbst sei an dem angeblichen Entführungsversuch beteiligt gewesen, habe in einem bereitstehenden Lieferwagen gewartet.


Die Polizei scheint die Ermittlungen bereits wieder eingestellt zu haben. Wie das französische Portal Mediapart berichtet, habe sich D'Souza von einem Bekannten Benzemas ingesamt 50.000 Euro geliehen, jedoch noch nicht zuückgezahlt haben. Ob der Vorfall stattgefunden hat und ob Benzema involviert gewesen sei, ist allerdings unklar.

Wenn es nach dem 30-Jährigen geht, beruht D'Souzas Anzeige allerdings kaum auf einer wahren Begebenheit. "Ist diese Welt noch ernstzunehmen?", fragte er zynisch auf Twitter. "Jemand packt D'Souza am Arm, es ist eine Entführung. D'Souza ist schwer verletzt, verpasst aber keinen Arbeitstag. D'Souza sieht Benzema im Lieferwagen, die Ermittler lassen diese These fallen", so der Angreifer.


Erneut im Blick der Justiz


Mehr Schein als Sein also - in der Vergangenheit war dies jedoch nicht immer der Fall. Schon vor einigen Jahren wurde Benzema gemeinsam mit Franck Ribery, der zum damaligen Zeitpunkt ebenfalls für die französische Nationalmannschaft auflief, im Rahmen des Prozesses um den Geschlechtsverkehr mit einer minderjährigen Prostituierten vor Gericht geladen. Beide wurden freigesprochen, doch kurz darauf war der Stürmer in einen weiteren Skandal involviert.


Demnach soll er seinen damaligen Mannschaftskollegen Mathieu Valbuena mit einem Sextape erpresst haben, wurde daher im November 2015 festgenommen. Der französische Fußballverband schloss ihn für unbestimmte Zeit aus der Nationalmannschaft aus, doch erneut feierte er einen Erfolg: Wie die Süddeutsche Zeitung meldete, wurde das Verfahren im Juli vergangenen Jahres an das Pariser Berufungsgericht weitergeleitet. Seither gibt es keinen neuen Stand, doch scheinbar wird Benzema auch in diesem Fall mit einem blauen Auge davonkommen - ähnlich wie bei den Vorwürfen des angeblichen Entführungsversuchs, die ihn wohl kaum belasten dürften.