​Nach dem siebten Spieltag steht ​Borussia Mönchengladbach in der Bundesliga auf einem überzeugenden dritten Platz. Dabei konnte das Team von Trainer Dieter Hecking vor allem durch die starke Offensive überzeugen. Um sich auch in Zukunft wieder im oberen Tabellendrittel der Bundesliga festzubeissen, treibt Sportdirektor ​Max Eberl unermüdlich die Weiterentwicklung des Kaders voran. Dem Vernehmen nach sollen die 'Fohlen' dabei auch über eine Rückkehr von Chelsea-Verteidiger​ Andreas Christensen nachdenken. Es stellt sich nur die Frage, ob dieser Transfer ein kluger Schachzug wäre.


Christensen verbrachte bereits von 2015 bis 2017 zwei Jahre auf Leihbasis am Niederrhein und konnte in dieser Zeit sein enormes Potenzial nicht nur andeuten, sondern war bereits in jungen Jahren eine feste Größe im Abwehrzentrum der Gladbacher. Diese positive Entwicklung blieb natürlich auch Chelsea nicht verborgen und daher holten sie ihn nach dem Ende des Leihvertrags sofort zurück an die Stamford Bridge. Unter Antonio Conte spielte der heute 22-Jährige nach seiner Rückkehr auch prompt eine gute Rolle und wurde beim englischen Spitzenklub Stammspieler.

Chelsea v Tottenham Hotspur - Premier League

Andreas Christensen ist mit seiner aktuellen Situation unzufrieden


Nun, da Conte mittlerweile seinen Platz räumen musste und Maurizio Sarri das Ruder beim FC Chelsea übernommen hat, gestaltet sich die Situation für den Verteidiger komplett anders. So kam er unter dem ehemaligen Napoli-Trainer in dieser Saison in der Liga noch kein einziges Mal zum Einsatz und kokettiert daher öffentlich mit einem Wechsel bereits in diesem Winter. Einem Bericht des Express zufolge könnten die Gladbacher dabei von einer mündlichen Vereinbarung profitieren, die besagt, dass Christensen zurück zur Borussia wechseln darf, sofern er in London zu selten zum Einsatz kommt. 


Doch eine mögliche Rückkehr wäre für die Gladbacher schon allein aus wirtschaftlichen Gründen kaum zu stemmen, schließlich unterstrich der Berater des Abwehrspielers erst kürzlich, dass nur ein fester Transfer in Frage komme und man eine weitere Leihe kategorisch ablehne. Da die Borussen jedoch in diesem Sommer bereits für Angreifer Alassane Plea stolze 23 Millionen Euro auf den Tisch gelegt haben, dürfte das Festgeldkonto deutlich angekratzt sein. Zudem ist Christensen von Chelsea ein stolzes monatliches Salär gewohnt und würde das Gehaltsgefüge in Mönchengladbach durcheinander bringen.

FC Ingolstadt 04 v Borussia Moenchengladbach - Bundesliga

Für Gladbach bestritt Andreas Christensen 82 Pflichtspiele


Gehen wir jedoch einmal davon aus, dass die Gladbacher den Youngster dennoch finanzieren könnten, bleibt die Frage ob er der Borussia sportlich weiterhelfen könnte. Diese Frage kann man jedoch wohl nur mit ja beantworten. Zwar verfügt Trainer Dieter Hecking derzeit mit Nico Elvedi, Mathias Ginter und Tony Jantschke über fähige Innenverteidiger. Eine Verpflichtung von Christensen wäre jedoch eine Verstärkung, die die Wettbewerbsfähigkeit in der Bundesliga und vor allem auch beim Erreichen eines internationalen Wettbewerbs mit Sicherheit erhöhen würde. Auch die taktische Variabilität würde sich bei der Elf vom Niederrhein verbessern.


Obwohl der 22-fache dänische Nationalspieler erst 22 Jahre alt ist, verfügt er bereits über eine Menge internationale Erfahrung und könnte in der Innenverteidigung ein echter Führungsspieler sein. Auch bei den Fans genießt der Rechtsfuß noch immer ein hohes Ansehen und daher wäre eine Verpflichtung des Chelsea-Profis unterm Strich mit Sicherheit ein weiterer Coup von Max Eberl, auch wenn, wie bereits erwähnt, die wirtschaftliche Komponente stimmen muss.