​Nach acht Spieltagen in der Premier League liegt der FC Chelsea punktgleich mit dem Tabellenführer Manchester City auf dem zweiten Tabellenplatz. Einer, der unter dem neuen Trainer ​Maurizio Sarri jedoch bislang überhaupt keine Rolle spielte, ist Innenverteidiger ​Andreas Christensen. Der Vater des jungen Abwehrspielers hat sich in seiner Funktion als dessen Berater nun zu der Situation seines Zöglings geäußert und kündigte einen Wechsel an, sofern sich die Situation bei den 'Blues' für seinen Sohn nicht bald verbessert. Ein Leihgeschäft schloss er dabei kategorisch aus.


In der Liga wartet der 22-Jährige in dieser Saison noch auf seinen ersten Einsatz. Dabei gelang dem 1,88-Meter-Schlaks in den letzten drei Partien nicht einmal der Sprung in den Spieltagskader. Sein Vater Sten Christensen zeigte dafür gegenüber TV3 Sport kein Verständnis und kündigte Gespräche mit dem englischen Spitzenklub an. "Wenn sich seine Situation bei Chelsea nicht bis Weihnachten ändert, werden wir mit Chelsea sprechen müssen und sagen, 'okay, was können wir für ihn tun? Könnte er irgendwo anders spielen", so der erboste Senior.

Dabei stellte der Däne klar, dass eine Leihe seines Schützlings nicht in Frage komme. "Eine weitere Leihe ist nicht denkbar. Es klappt bei Chelsea oder er muss einen anderen Verein finden. Es gibt nur das eine oder das andere", so Christensen. Dabei verwies er darauf, dass in der Vergangenheit zahlreiche Chelsea-Profis ausgeliehen wurden und deren Karriere im Anschluss festeckte. Sofern es bei Chelsea nicht klappen würde, werde sein Sohn wohl bereits im Winter einen neuen Verein suchen.


Dabei hat der Berater gleich mehrere potenzielle Abnehmer für den 22-fachen dänischen Nationalspieler im Sinn: "Wenn es um Orte geht, an denen er spielen könnte, würde Deutschland gut zu ihm passen – Spanien genauso. Das wären zwei Länder, auf die wir schauen." Dabei räumte er jedoch auch ein, dass der ehemalige Gladbacher "nicht günstig" zu haben sei und sich nur wenige Klubs den zentrale Abwehrspieler überhaupt leisten könnten.

Den Cheftrainer des Londoner Spitzenklubs lässt die Diskussion um die Zukunft von Christensen indes ziemlich kalt. So verwies Sarri darauf, dass die beiden Innenverteidiger David Luiz und Antonio Rüdiger bislang "sehr gut gespielt" haben und es daher nicht einfach sei, etwas zu verändern. Zudem erklärte er, dass der Däne ja zumindest in der Europa League eingesetzt wurde. Die beiden Spiele gegen die Underdogs PAOK Saloniki und den ungarischen Klub MOL Vidi FC dürften für die Christensens jedoch nur ein kleiner Tropfen auf dem heißen Stein sein.