Im Sommer 2015 verpflichtete die Reserve des FC Liverpool den Brasilianer Allan. Seither spielte der heutige ​Frankfurter für sechs unterschiedliche Vereine. Die Reds planen (noch) nicht mit ihm und so wird Allan seit mehreren Jahren von Verein zu Verein verliehen. Diese Heimatlosigkeit hat der 21-Jährige allerdings satt.


„Ich bin hergekommen, um mich nach Jahren der Wanderschaft hier zu etablieren“, hoffte Allan im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Er sei der Erste, der es begrüßen würde, "nicht ständig wechseln zu müssen". Länger als eine Saison bei einem Verein spielte er nie. Allan hofft, länger in Frankfurt zu bleiben als ursprünglich vorgesehen. 


Im Juni 2019 endet schließlich das Leihgeschäft, dann müsste der sechsfache U20-Nationalspieler nach derzeitigem Stand wieder nach Liverpool zurückkehren. Die Frage ist nur, ob er im Nordwesten Englands bleiben dürfte oder ob er erneut woanders in Europa eine befristete Arbeitsstelle bekommt - oder ob sein Wunsch in Erfüllung geht und er dauerhaft am Main bleiben kann.


Für die Europa League zunächst nicht spielberechtigt


In den letzten drei Jahren spielte Allan für SJK Seinäjoki in Finnland, VV St. Truiden in Belgien, Hertha BSC, Apollon Limassol in Zypern und jetzt für die Hessen. Zuletzt stand der Brasilianer bei den Adlern sogar zweimal in Folge in der Startelf ohne jedoch vollends überzeugen zu können. Für die Europa League ist der zentrale Mittelfeldspieler bis Mitte Dezember nicht spielberechtigt. Sollte Liverpool Allan im Sommer behalten, ist es allerdings noch ungeklärt, ob er überhaupt spielen darf. Wegen der komplizierten Regularien, die im englischen Fußball für Nicht-EU-Ausländer gelten, hat der englische Verband ihm immer noch keine Arbeitserlaubnis erteilt.


"Jürgen Klopp und Liverpool halten große Stücke auf ihn, weshalb wir ihm gerne die Chance geben möchten, sein Können bei uns unter Beweis zu stellen", sagte Eintrachts Sportdirektor Bruno Hübner bei der Verkündung des Transfers. Man kann für den jungen Mann aus Porto Alegre nur hoffen, dass er - wo auch immer - bald eine sichere Perspektive und einen mehrjährigen Vertrag bekommt.