Trotz der noch sehr jungen Saison stehen einige Vereine bereits unter Druck. So auch der ​FC Schalke 04, dessen erklärtes Saisonziel das erneute Erreichen der ​Champions League ist. Doch nach fünf Niederlagen in den ersten Spielen stehen die „Knappen“ nun auf dem 15. Tabellenplatz. S04-Vorstand Christian Heidel findet, dass das Ziel angesichts der königsblauen Talfahrt hinten angestellt werden muss.


„Mir widerstrebt es, zu einem Zeitpunkt darüber zu philosophieren, an dem wir immer noch nur auf dem 15. Platz stehen“, sagt der Sportvorstand des Revierclubs im kicker über das angestrebte Saisonziel Champions-League-Qualifikation. Damit folgt er der bekannten Weisheit ‚von Spiel zu Spiel zu schauen‘ und sich zunächst aus der Abwärtsspirale befreien zu müssen.


Auch die Mannschaft sei in der Pflicht, sagt Heidel: „Das Team muss sich mit Blick auf unsere Neuzugänge zwar nach wie vor spielerisch finden“, sei aber auf einem guten Weg. Nach einer erfolgreichen Saison als Vizemeister mit acht Punkten Vorsprung auf ​Borussia Dortmund waren viele Augen auf die „Knappen“ gerichtet, die sich jetzt mit nur einem Punkt Abstand auf den letzten Tabellenplatz konfrontiert sehen.


Hingegen ist der Konkurrent aus Dortmund mit deutlichem Abstand Tabellenführer. 17 Zähler hat der BVB auf dem Konto, während Schalke mit sechs Punkten abgeschlagen ist. Zuletzt konnte man den Negativtrend stoppen und Pflichtsiege gegen den ​1. FSV Mainz 05 und ​Fortuna Düsseldorf einfahren. Deshalb sagt Heidel auch optimistisch: „Schalke ist ein stabiles Gebilde geworden, das nicht umfällt, wenn mal Wind kommt. Ich bin sicher, da kann sogar Sturm aufziehen.“


Der gebürtige Mainzer, der in seine dritte Saison als Schalke-Manager geht, zeigt sich selbstbewusst und kämpferisch: „Ich finde schon, dass Schalke dem BVB als Verein näher gekommen ist“, zieht er den gewagten Vergleich zu den überragend auftrumpfenden Dortmundern. Mit Mainz 05 hat er bereits schwierige Zeiten überstehen können und weiß, dass man im Laufe der Saison noch viele Möglichkeiten hat, die Tabellensituation deutlich zu verbessern. Der Mann, der Jürgen Klopp und Thomas Tuchel bei Mainz etabliert hat, sieht trotz des 15. Platzes noch keinen Grund zur Besorgnis: „Wir haben ein gutes Gefühl.“