​Nach sieben Spieltagen in der Bundesliga liegt der ​FC Bayern München nur auf einem enttäuschenden sechsten Platz. Zwar beträgt der Abstand auf Spitzenreiter Borussia Dortmund nur vier Zähler, dennoch wird der neue Cheftrainer ​Niko Kovac bereits öffentlich angezählt. Der routinierte ​Arjen Robben konnte zuletzt zwar auch nicht wirklich überzeugen, hat nun jedoch erklärt, wie der deutsche Rekordmeister den Weg aus der Krise packen kann.


Dabei appellierte der Niederländer auch an die Öffentlichkeit und fordert eine nüchterne Betrachtung der aktuellen Situation. "Ich muss bei der Schwarz-Weiß-Malerei immer schmunzeln und denke mir: So ist die Fußballwelt! Wir im Verein müssen ruhig bleiben und die Dinge ansprechen, die wir verbessern müssen", so der Flügelspezialist gegenüber dem kicker


Dabei erinnerte er an die Situation vor wenigen Jahren, als man die Bundesliga aufgrund der übermächtigen Bayern als "langweilig" bezeichnete. Nun herrsche jedenfalls einmal "Spannung im oberen Tabellendrittel". 

FBL-GER-BUNDESLIGA-BAYERN-MUNICH-TRAINING

Arjen Robben glaubt weiterhin an Bayern-Trainer Niko Kovac


Die immer lauter werdende Kritik an Kovac kann der Routinier auch nicht nachvollziehen. "Er ist ehrgeizig und ein Gewinnertyp. Er sucht nun Wege, damit wir wieder besser Fußball spielen", stärkte die Bayern-Legende dem noch recht unerfahrenen Kroaten den Rücken, für den die Bayern der erste Spitzenklub in seiner Trainerkarriere sind. Vergleiche mit Ex-Bayern-Coach Pep Guardiola seinen ohnehin nicht angebracht, schließlich könne man Trainer nicht miteinander vergleichen - darüberhinaus habe sich auch der Kader der Münchener verändert.


In den vergangenen Wochen kamen immer wieder Gerüchte ans Tageslicht, die von einem zerrütteten Verhältnis zwischen dem neuen Trainer und der Mannschaft berichteten. Der erfahrene Außenbahnspieler versuchte die Lage jedoch wieder etwas zu beruhigen und verwies auf die Mechanismen im Profigeschäft. "Das Problem ist: Wenn du gewinnst, hörst du gar nichts. Wenn du verlierst, kommt eins nach dem anderen. Einmal ist es das Fahrradfahren, dann die Ernährung oder das Training. Lasst uns auf die wichtigen Dinge konzentrieren", so der 96-fache niederländische Nationalspieler.


In den kommenden Wochen gehe es nach Ansicht des Holländers nun vielmehr darum, an Details zu feilen. Schließlich liege die aktuelle Misere der Bayern vor allem an Kleinigkeiten. Ein Problem hat er dabei jedoch in der zu großen Berechenbarkeit in der Offensive erkannt. "Wir müssen die Gegner wieder dominieren, wir brauchen viel Leidenschaft, mehr Bewegung und Überraschung", forderte der Rechtsaußen bereits für die Partie am kommenden Samstagnachmittag gegen den VfL Wolfsburg ein Zeichen seiner Mannschaft.