​Nationalkeeper Manuel Neuer zeigte in den letzten Wochen ungewohnte Schwächen. Nicht nur beim ​FC Bayern München, sondern auch bei der ​0:3-Niederlage gegen die Niederlande unterlief dem 32-Jährigen ein folgenschwerer Fehler, weshalb er von vielen Seiten Kritik einstecken musste. Frankreichs Schlussmann Hugo Lloris brach nach dem 2:1-Erfolg gegen Deutschland für den viermaligen Welttorhüter eine Lanze. 


"Gemessen an all dem, was er Bayern und Deutschland gebracht hat, ist diese Diskussion nicht fair", erklärte Lloris im Interview mit SPORT1. "Es ist nicht einfach, wenn man knapp ein Jahr kein Fußball gespielt hat. Er ist immer noch auf einem großartigen Level und ein großer Torwart." 


Neuer hatte in der Bundesliga beim 1:1-Unentschieden gegen den ​FC Augsburg eine Flanke unterlaufen, die zum Ausgleich führte. Gegen die Niederlande sah der 32-Jährige bei einer hohen Hereingabe erneut nicht gut aus. 


"Es ist ​das Gesetz des Torwarts. Wenn Neuer aus dem Tor kommt, muss er die Flanke haben. Wenn er auf der Linie bleibt, kann er den Ball über die Latte lenken", kritisierte ZDF-Experte Oliver Kahn. Der Fehler von Neuer brachte die DFB-Elf in Rückstand und leitete die 0:3-Niederlage ein. Der Bayern-Schlussmann musste sich im Nachgang der Partie von vielen Seiten Kritik gefallen lassen. Lloris hält die Kritik jedoch für unangebracht. 

France v Germany - UEFA Nations League A

Kapitäne unter sich: Hugo Lloris (l.) und Manuel Neuer (r.) bei der Platzwahl


"Wir sind als Torhüter auch immer sehr vom Team abhängig", betonte der 31-Jährige. "Und wenn das Team nicht richtig funktioniert, sieht eben auch der Torwart manchmal schlecht aus." Für den Weltmeister ist Neuer nach wie vor "einfach der Beste. An Manuel Neuer gibt es keine Zweifel. Er ist so ein fantastischer Spieler. Er wird das in der Zukunft wieder beweisen", gab Lloris zu Protokoll. Bei der jüngsten 1:2-Niederlage gegen Frankreich war Neuer der gewohnt starke Rückhalt.