​Die deutsche Nationalmannschaft kassierte am Samstagabend gegen die Niederlande ​eine herbe 0:3-Pleite und wartet in der Nations League weiter auf den ersten Sieg. Nach der Partie in Amsterdam versuchte Weltmeister Mats Hummels die Niederlage schönzureden und führte das Ergebnis vor allem auf mangelndes Glück zurück. Mannschaftskollege Joshua Kimmich hingegen vertritt eine andere Meinung.


Nach dem 0:0-Unentschieden gegen Frankreich und dem knappen 2:1-Erfolg gegen Peru musste die DFB-Elf in Amsterdam wieder einen Rückschlag hinnehmen. Die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw erarbeitete sich zwar einige gute Torchancen, die jedoch allesamt ungenutzt blieben. In der Schlussphase brach der viermalige Weltmeister komplett auseinander und musste am Ende eine 0:3-Niederlage hinnehmen. Hummels führte die Pleite in erster Linie auf die schlechte Chancenverwertung zurück.

"Wir haben 0:3 verloren, obwohl wir das Spiel eigentlich gewinnen müssen. Wir hatten viel Pech. So viel können wir uns heute nicht vorwerfen", erklärte der Innenverteidiger nach der Partie. "Es muss einfach mal einer irgendwie reingehen. Das brauchen wir mal." Kimmich, der am Samstagabend zu den besten DFB-Spielern zählte, widersprach seinem ​Bayern-Mannschaftskollegen und fand gegenüber dem kicker deutliche Worte. 


"Es ist leicht zu sagen, wenn einer reinrutschen würde, täten wir uns leichter", gab der 23-Jährige zu Protokoll. "Schönreden bringt jetzt nichts mehr. Es ist auch nicht so, dass das jetzt irgendwie Zufall ist. Immer Pech ist kein Zufall. Irgendwas steckt dahinter, dass wir hinten immer diese Fehler machen und unsere Chancen nicht nutzen." 


Dies gelte es abzustellen. Die Möglichkeit dazu hat die deutsche Nationalmannschaft am Dienstagabend gegen Weltmeister Frankreich (20.45 Uhr).