FRANKFURT AM MAIN, GERMANY - SEPTEMBER 23:  Kevin Trapp of Eintracht Frankfurt celebrates after Gelson Fernandes of Eintracht Frankfurt scores his team's first goal during the Bundesliga match between Eintracht Frankfurt and RB Leipzig at Commerzbank-Arena on September 23, 2018 in Frankfurt am Main, Germany.  (Photo by Alex Grimm/Bongarts/Getty Images)

Top oder Flop? Frankfurts Neuzugänge im Check

Nach dem überraschenden DFB-Pokalsieg in der vergangenen Saison hatte die Frankfurter Eintracht einen äußerst aktiven Transfersommer. Doch wie haben sich die Neuzugänge in der Stadt am Main bewährt? Eine Zwischenbilanz.

1. Lucas Torró

Der spanische Sechser kam für 3,5 Millionen Euro von Real Madrid und bekommt unter Adi Hütter auch gleich seine Minuten. Bei drei der letzten vier Bundesliga-Partien fehlte er der Eintracht jedoch, zweimal davon aufgrund muskulärer Probleme. Hoffentlich kein schlechtes Omen, denn sein Treffer beim 2:1-Sieg gegen Marseille in der Europa League bewies, wie wichtig der 24-Jährige sein kann. 

2. Gonzalo Paciencia

"Paciencia" ist Spanisch und bedeutet Geduld. Genau die müssen Eintracht-Fans und Verantwortliche noch eine ganze Weile aufbringen, denn der portugiesische Nationalspieler, für drei Millionen Euro aus Porto an den Main gezogen, wird den Hessen nach seinem Meniskusriss noch eine ganze Weile fehlen. Arbeitsproben konnte der talentierte Mittelstürmer leider noch keine geben. 

3. Evan N'Dicka

Die Eintracht ließ sich den 19-Jährigen vom französischen Zweitligisten AJ Auxerre etwas kosten. Mit fünf Millionen Euro war er der teuerste Sommertransfer. Doch der französische U20-Nationalspieler hat sich gleich in die Startelf gespielt und stand bislang bei jedem Bundesliga-Match von Anfang an auf dem Platz. Gegen Hannover gelang dem Innenverteidiger sogar sein erstes Tor für Frankfurt. 

4. Carlos Salcedo

Gut - kein ganz neues Gesicht in Frankfurter Reihen. Doch bevor der geliehene mexikanische Nationalspieler im Sommer zu Deportivo Guadalajara zurückkehren sollte, schlug die Eintracht zu und kaufte auch Salcedo für fünf Millionen Euro. Doch kaum war die Saison ein wenig ins Rollen gekommen, wurde auch der Mexikaner von einer Verletzung heimgesucht. Sein Riss des Syndesmosebandes wird noch einige Zeit brauchen um auszuheilen. Ein Schock für die Eintracht.

5. Frederik Rönnow

Nach dem Abgang von Stammkeeper Lukas Hradecky zu Ligakonkurrent Bayer Leverkusen verpflichtete Eintracht Frankfurt den dänischen Nationalspieler als neue Nummer eins. Als diese trat der 26-Jährige auch die Saison an, bevor der Verein ein weiteres Mal auf dem Transfermarkt zuschlug und Rönnow auf die Bank verwiesen wurde. 

6. Allan

Der 21-jährige Brasilianer stößt auf Leihbasis für eine Saison zum Pokalsieger, danach kehrt er zum FC Liverpool zurück, wo er zuletzt für die U23 kickte. Erst am vierten Bundesliga-Spieltag stand Allan überhaupt im Kader, durfte aber gleich für 17 Minuten mitmischen. Fun Fact: Stand der junge Mittelfeldspieler auf dem Platz, ging der Eintracht bislang kein Spiel verloren. 

7. Nicolai Müller

Nicolai Müller ist zwar ehemaliger deutscher Nationalspieler und gestandener Bundesliga-Profi, nachdem er seine HSV-Abstiegssaison jedoch durch seine Jubel-Verletzung deutlich verkürzte, war der 31-Jährige für Eintracht Frankfurt dennoch eine Wundertüte. Dennoch gehörte Müller zu Beginn der Saison zur ersten Elf, konnte gleich im ersten Spiel gegen Freiburg sogar treffen. Drei der letzten vier Ligapartien verbrachte er aber komplett auf der Auswechselbank. 

8. Filip Kostic

Auch der Serbe kam im Sommer vom Hamburger Absteiger, wenn auch nur auf Leihbasis. Anders als Müller ist er jedoch bis jetzt fester Bestandteil des Teams, stand nur am ersten Spieltag nicht in der Startelf. In der Bundesliga legte Kostic einen Treffer auf, in der Europa League traf er gegen Lazio Rom selbst. Viel mehr kann man von einem Leihspieler wohl erstmal nicht erwarten. 

9. Ante Rebic

Der Kroate war im Pokal-Finalsieg gegen Bayern München mit zwei Toren der Man of the Match und spätestens ab diesem Zeitpunkt Publikumsliebling und Eintracht-Legende. Keine Frage, dass man so einen nicht einfach ziehen lässt. Frankfurt schickte zwei Millionen Euro nach Florenz und band Rebic an den Verein. Nach langem WM-Sommer verpasste der Vize-Weltmeister den Saisonbeginn mit Adduktorenbeschwerden, doch in den letzten vier Bundesliga-Partien mischte der Stürmer wieder mit und traf, als hätte er nie pausiert. Bundesliga-Bilanz: Vier Spiele, drei Tore, eine Vorlage - Top-Transfer!

10. Kevin Trapp

Das Transferfenster war schon fast geschlossen, da schlug Frankfurt noch ein letztes Mal zu. Trapp, der in Paris nach dem Zugang von Legende Gianluigi Buffon keine Chance mehr auf Spielzeit hatte, durfte zu "seiner" Eintracht zurückkehren, verdrängte Rönnow sogleich als Stammtorhüter und machte seither jedes Pflichtspiel. 13 Gegentore in acht Spielen zeugen zwar nicht von Glanzleistungen, doch hat sich mit verbesserter Leistung der gesamten Mannschaft auch die des deutschen Nationaltorhüters gesteigert.