Der deutsche Fußball ist reich an Talenten. Die Arbeit des DFB und der Nachwuchsleistungszentren der Profi-Vereine sorgt dafür, dass sich Deutschland von seinen aufstrebenden Jugendspielern viel versprechen darf. Eines der größten Talente könnte jedoch bald im Dress einer anderen Nation auflaufen.


Als in der vergangenen Woche der britische Guardian seine ​Liste der 60 weltbesten Spieler des Jahrgangs 2001 veröffentlichte, durften sich mehrere deutsche Vereine bestätigt sehen. Der 1. FC Köln, RB Leipzig, Borussia Dortmund - alle bilden sie eines oder mehrere der Riesen-Talente aus, einige davon spielen bereits für U-Nationalmannschaften des Deutschen Fußball Bundes. 


Auch einen Jugendspieler des Rekordmeisters ​Bayern München nannte das englische Blatt in seiner Auflistung - Oliver Batista-Meier. Bislang ist der 17-jährige Angreifer für deutsche Nachwuchsmannschaften auf Tore-Jagd gegangen. Bald jedoch könnte der Jung-Bayer dem DFB allerdings verloren gehen. 

Fritz-Walter-Medal Awarding Ceremony

Im September gewann Oliver Batista-Meier die Fritz-Walter-Medaille in Silber 



Laut BILD warnte der Manager des Jung-Profis Thies Bliemeister nämlich nun davor, Batista-Meier, der bislang nur für die U17-Nationalmannschaft Deutschlands an den Start ging, nicht genug zu fördern. Zu talentiert sei sein Schützling. "Warum sollte so ein Spieler nicht mal für die U21 nominiert werden oder Jahrgänge überspringen?", so der 41-jährige Berater. 


Bliemeister weiß: Batista-Meier hat neben den deutschen auch brasilianische Wurzeln. Und der Verband der Südamerikaner hat wohl Interesse daran, das Top-Talent in den eigenen Farben spielen zu sehen. Vier Tore und fünf Vorlagen in nur sieben Spielen der A-Jugend-Bundesliga sind wohl für jeden Beweis genug, dass da ein ganz Großer heranwachsen könnte.


Ein solcher Nationen-Wechsel des Top-60-Nachwuchsspielers ist tatsächlich möglich, so lange der U19-Bayern-Spieler noch nicht für die A-Mannschaft eines Verbandes aufgelaufen ist. In Deutschland ist der Gewinner der Fritz-Walter-Medaille in Silber zwar äußerst wertgeschätzt, von einem Einsatz bei den Herren aber noch mindestens so weit entfernt wie in seinem Verein. Ob sich die internationale Karriere von Oliver Batista-Meier durch die mahnenden Worte seines Managers wohl beschleunigt?