​Matthias Sammer möchte die Leistung von Borussia Dortmund trotz der aktuellen Tabellenführung nicht überbewerten: "Der BVB wird derzeit als das Nonplusultra des deutschen Fußballs hingestellt. Das ist ungerecht und analytisch falsch", erklärte Sammer, der seit diesem Jahr als externer Berater für den BVB tätig ist. 


In einem Interview mit der ​Welt am Sonntag sprach Sammer unter anderem über die derzeitigen Leistungen von ​Borussia Dortmund. Dabei möchte Sammer die Tabellenführung des BVB nach sieben Spieltagen nicht überbewerten: "Über die Meisterfrage diskutiere ich gar nicht. Es geht mir darum, dass noch nicht einmal ein Viertel der Saison gespielt ist. Ja, die Mannschaft dreht Spiele und hat eine gute Mentalität. Ja, sie ist physisch stark, es wächst etwas zusammen. Aber wir könnten sie auch kritisieren. Bei den Gegentoren hat sie zuletzt viele Fehler gemacht, und in Sachen Konstanz muss sie sich erst mal beweisen." Sammer hält deshalb den Hype zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison für verfrüht.

Borussia Dortmund v FC Augsburg - Bundesliga

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Exemplarisch mahnte Sammer den Saisonstart des BVB in der vergangenen Saison unter Ex-Trainer Peter Bosz an, als Dortmund sechs der ersten sieben ​Bundesligaspiele gewann und zum gleichen Zeitpunkt der Saison fünf Punkte Vorsprung auf den FC Bayern München hatte, ehe die junge Dortmunder Mannschaft im zweiten Saisonviertel vor der Winterpause einbrach und schlussendlich erneut der FC Bayern souveräner Meister wurde. 


Sammer tritt damit in seiner bekannten Rolle als Mahner und Forderer auf. Doch das stört den Europameister und Chmapions-League-Sieger nicht: "Und wer jetzt sagt 'Typisch Sammer, der Motzki und Mahner', dem sage ich: Je demütiger man täglich arbeitet, desto besser wird das Endergebnis sein." Auch für seinen ehemaligen Arbeitgeber ​Bayern München hat Sammer einen Rat: "Zuletzt wirkte die Mannschaft nicht leicht und etwas uninspiriert." Es gelte nun "sich defensiv zu stabilisieren, eine Grundordnung zu haben und daraus wieder offensiv zu agieren."