​Im Profifußball können Verletzungen den Verlauf einer ganzen Karriere bestimmen. Aus einem hoffnungsvollen Top-Talent wird nach einem Kreuzbandriss oftmals ein Reservist mit kaum Aussicht auf Spielzeit. Dies ist derzeit bei Michael Zetterer der Fall.


Die linke Hand bereitet Zetterer große Probleme. Dreimal hat sich der Torhüter an dieser Stelle einen Kahnbeinbruch zugezogen. Zum letzten Mal kam er in der dritten Liga vor zwei Jahren für die zweite Mannschaft des SV Werder Bremen zum Einsatz. Für das Profi-Debüt wird es nach einer langen Leidenszeit nicht reichen. 

Ein vollumfängliches Training kann der 23-jährige Münchner immer noch nicht machen, laut Werder-Manager Frank Baumann wird er aber zumindest "Stück für Stück wieder an die Belastung herangeführt", um "richtig gesund" zu werden. 


Für den Reha-Prozess ​verlängerte der Verein sogar seinen Vertrag bis Sommer 2019. Danach muss er sich aber wahrscheinlich nach einem neuen Arbeitgeber umschauen. "Wir haben vier Torhüter, die vor ihm stehen. Einen fünften Torwart dazu zu nehmen, macht wenig Sinn", so der Kaderplaner gegenüber dem Weser Kurier.  


Es könnte womöglich schon im Winter zu einer Trennung kommen. Davon ist aber seine Genesung abhängig, wie Baumann abschließend erklärte: "Wir müssen erst schauen, wie seine Entwicklung ist."