​An das DFB-Pokal-Finale im Mai hat man beim ​FC Bayern München keine guten Erinnerungen. Gegen ​Eintracht Frankfurt zog der deutsche Rekordmeister mit 1:3 den Kürzeren. Ante Rebic avancierte dank seines Doppelpacks zum großen Matchwinner. Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner enthüllte nun, dass der 25-Jährige im Sommer nach München wechseln wollte. 


"Es war im Sommer sicher ein Traum von Ante, mit seinem Ziehvater Niko Kovac zu Bayern zu gehen", erklärte Hübner im Interview mit der Bild-Zeitung. Dem Vernehmen nach hatte sich Kovac bei den Bayern-Verantwortlichen für eine Verpflichtung des kroatischen Nationalspielers ausgesprochen. Einem Bericht der Sport Bild zufolge wurde der 25-Jährige von den Klubbossen jedoch als "​nicht Bayern-tauglich" abgestempelt. 

Rebic wurde nach seinen starken Auftritten bei der Weltmeisterschaft in Russland mit vielen Top-Klubs in Verbindung gebracht, hielt jedoch überraschenderweise der Eintracht die Treue. Mitte August gaben die Hessen bekannt, dass der Offensivspieler seinen Vertrag sogar um ein Jahr bis 2022 verlängert hat.


"Er weiß, dass die Bundesliga ihm liegt. In Italien (AC Florenz, Anm. d. Red.) hat er sich nicht durchgesetzt, in Spanien gibt es nur wenige richtig interessante Klubs", gab Hübner zu Protokoll. "Er hat aber auch gemerkt, was er Eintracht zu verdanken hat und sich dann für Frankfurt entschieden. Das hat uns natürlich gefreut."

TSG 1899 Hoffenheim v Eintracht Frankfurt - Bundesliga

Ante Rebic bejubelt seinen Treffer gegen die TSG 1899 Hoffenheim


In den vergangenen Pflichtspielen hat Rebic eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig er für die SGE ist. Am 4. Spieltag feierte der 25-Jährige nach überstandenen Adduktorenproblemen sein Comeback. Seitdem erzielte der kroatische Nationalspieler drei Treffer und bereitete einen weiteren vor. Der Offensivspieler hat es bislang geschafft, nahtlos an seine starken Leistungen aus der Vorsaison anzuknüpfen.


Hübner ist sich sicher, dass die Karriere von Rebic nur dank Kovac so steil bergauf ging.  "Ante galt immer als Riesentalent, das seine Leistung nie richtig abgerufen hat. Unter Niko Kovac hat sich das geändert", betonte der Frankfurter Sportdirektor. "Schon am Ende der vergangenen Saison hat er gezeigt, dass er viel von Niko gelernt hat. Er war sein großer Förderer. Wie Ante mittlerweile nach hinten arbeitet, welche Spielfreude er nach vorne hat – das hat er von Niko."