​Die ​Bundesliga befindet sich nachweislich im Aufwind. Im Europapokal gewannen die Bundesligisten in der vergangenen Woche fünf Spiele, holten ein Remis und verloren nur einmal. Europaweite Spitze - ​und Platz 1 in der aktuellen Fünfjahreswertung für die laufende Saison mit 4.357 Punkten. Zum Vergleich: Letztes Jahr holte die Bundesliga nur 9.857 Punkte - in der kompletten Europapokal-Saison. Ein Aufschwung, der klar zu erkennen ist.


Und daran haben ALLE Bundesligisten ihren Anteil. Die nationale Liga ist in diesem Jahr deutlich stärker als im vergangenen Jahr, die Liga deutlich näher zusammengerückt - es scheint alles möglich in dieser Saison. Sowohl auf den Abstiegsrängen, als auch vorne an der Spitze und im Kampf um Europa.


Neue Klubs in der Top 5 


Das liegt daran, dass sich die Klubs, die normalerweise nicht um Europa kämpfen, intelligent verstärkt haben. Unter anderem holte Werder Bremen Davy Klaassen, Nuri Sahin und Yuya Osako, Borussia Mönchengladbach verstärkte sich immens mit Alassane Plea und Hertha BSC funktioniert unter Pal Dardai vor allem als Team. Doch was hat das mit den aktuellen deutschen Europapokal-Teilnehmern zu tun?

FC Bayern Muenchen v Borussia Moenchengladbach - Bundesliga

Gladbach gewann zuletzt bei unkonzentrierten Bayern mit 0:3


Durch diese neuen Klubs, die in die Spitze der Liga drängen, müssen die Vereine wie Borussia Dortmund, der FC Bayern München, aber auch RB Leipzig jederzeit bei hundertprozentiger Konzentration sein. Ein Herumschlampen ist nicht möglich, da sonst nicht nur in Europa die Punkte verloren gehen, sondern auch in der Bundesliga. Und da ist das beste Beispiel der FC Bayern München, der zuletzt zu unkonzentriert in die Spiele gegangen ist und gegen Ajax Amsterdam nur Remis spielte, in München gegen Gladbach mit 0:3 unterging. 


Liga-Gefüge unsortiert 


Komplett umgekehrt ist es beim FC Schalke 04 und Bayer 04 Leverkusen: Die beiden Klubs, die eigentlich anstelle von Werder, Hertha und Gladbach in der Top 5 der Liga erwartet werden, schwächeln in der Liga und haben deshalb einen großen Druck. Die Trainer wissen, dass sie am Scheidepunkt stehen und konnten bislang in Europa immer wieder ihren Job festigen - indem sie gewonnen haben. 


Das Durchschnitts-Gefüge in der Bundesliga ist ein wenig unordentlich und durcheinander - alle Europapokal-Teilnehmer stehen unter permanenten Druck und müssen liefern. Das ist der Vorteil, den es gerade in Deutschland gibt - und der vermutlich noch eine Weile anhalten wird.