​Testspiele gelten in den meisten Fällen als Experimente der Trainer, die größtenteils eine B-Elf auflaufen lassen und den Reservisten eine Chance geben. So auch bei ​Eintracht Frankfurt, das beim FC Hanau 93 mit 13:0 gewann. Der in Vergessenheit geratene Branimir Hrgota machte mit acht Toren auf sich aufmerksam.


Es war schon fast verwunderlich, dass Eintracht Frankfurt nach 30 Minuten immer noch kein Tor gegen den sechsklassigen FC Hanau 93 erzielte. Doch mit dem Frankfurter Talent Noel Knothe kam dann der Befreiungsschlag und es stand endlich 1:0. Vor der Halbzeit stand es noch 3:0, bis die Eintracht in der zweiten Halbzeit so richtig loslegte und zehn weitere Tore schoss.

Besonders Branimir Hrgota fiel dabei auf. Vor der Halbzeit konnte der Schwede bereits einen Elfmeter verwerten, bevor er dann in der zweiten Halbzeit so richtig auf Torejagd ging. Innerhalb von 15 Minuten krallte sich der 25-Jährige einen Hattrick und erzielte danach noch vier weitere Treffer.


Wahrscheinlich schoss sich Hrgota damit den Frust von der Seele, da der Stürmer in dieser Saison keinen einzigen Auftritt für die Adlerträger machen durfte und möglicherweise bereits auf der Suche nach einem neuen Verein ist. Auch er war mit Mitglied der "Trainingsgruppe II", die aber bereits aufgelöst wurde.

FC Bayern Muenchen v Eintracht Frankfurt - Bundesliga

Sechs Monate ist es her: Branimir Hrgota durfte gegen die Bayern vermutlich sein letztes Pflichtspiel bestreiten.


Auch unter Niko Kovac konnte der Schwede nicht Fuß fassen und absolvierte in der letzten Saison gerade mal sechs Spiele, in denen er viermal von der Bank kam. Dabei galt Hrgota bei seiner Ankunft bei der Eintracht als ein Stürmer-Juwel, das in ​Gladbach einfach nur Pech hatte.


Der Vertrag des Angreifers läuft im kommenden Sommer aus - ob er in der Rückrunde noch im Kader der Hessen steht, ist allerdings fraglich. Man würde Hrgota wohl auch im Winter ziehen lassen.