​Der ​VfB Stuttgart feiert in diesem Jahr das 125-jährige Vereinsjubiläum. Doch obwohl die Schwaben damit einer der größten Traditionsvereine in Deutschland sind, ist der Blick der Stuttgarter nach vorne gerichtet. Zwar läuft es sportlich derzeit alles andere als rund, dennoch konnte der VfB am Mittwoch nicht nur den neuen Cheftrainer ​Markus Weinzierl vorstellen, sondern gab auch die Kooperation mit dem chinesischen Erstligisten Guangzhou R&F bekannt.


Wie die Stuttgarter auf ihrer Vereinsseite erläutern, ist die Kooperation zunächst auf fünf Jahre ausgelegt. Dabei umfasse die Zusammenarbeit mit dem asiatischen Klub "praktisch alle Aspekte, Handlungs- und Geschäftsfelder im professionellen Fußball". 


Zur Vertragsunterzeichnung mit dem neuen Kooperationspartner reisten Jochen Röttgermann, Vorstand Marketing und Vertrieb, Thomas Hitzlsperger, Präsidiumsmitglied und Direktor Nachwuchsleistungszentrum, und Heiko Stroh, Leiter Internationalisierung, in die chinesische Metropolregion Guangzhou.

VfB Stuttgart v RB Leipzig - Bundesliga

Thomas Hitzlsperger ist von dem neuen Partner des VfB Stuttgart überzeugt


Der VfB hat sich bereit erklärt, dem neuen Partner unter anderem in den Bereichen Sportorganisation, Sportentwicklung, sowie Vertrieb und Marketing unter die Arme zu greifen. Im Gegenzug erhalten die Schwaben die Möglichkeit die Außenkommunikation des chinesischen Schwergewichts zu nutzen und so die Marke VfB im asiatischen Raum zu vergrößern. Röttgermann betonte, dass beide Vereine "auf Augenhöhe" agieren können und betonte die Wichtigkeit der Internationalisierung. Dabei sei die perspektivische Entwicklung entscheidender, als "direkt hohe Einnahmen zu generieren".


Auch Hitzlsperger zeigte sich angesichts der erfolgreichen Vertragsgespräche zufrieden und freute sich über den "sehr herzlichen" Empfang der Chinesen. "Wir werden ab jetzt gemeinsam daran arbeiten, dass R&F von unserem Fachwissen profitiert und gleichzeitig auch wir neue Impulse erhalten", so der ehemalige Nationalspieler. 


Viele Fans zeigen sich hingegen bislang noch recht kritisch und befürchten, nach der Ausgliederung der Profi-Abteilung im vergangenen Jahr, eine weitere Entfremdung des Profibereichs von der Basis.