Für Werder Bremens Sportchef Frank Baumann hat "​die Tabelle noch keine Aussagekraft", weshalb er die kommenden zwei Partien gegen die Europapokalteilnehmer Schalke 04 und Bayer Leverkusen abwarten möchte, bevor man ernsthafte Aussagen über die Entwicklung in der aktuellen Spielzeit treffen könne. Dennoch gelte weiterhin das vor der Saison kommunizierte Ziel, den Europapokal zu erreichen - und dabei liegt der SV Werder aktuell mit Platz Vier auf einem guten Weg. 


In einem Interview mit dem Portal Mein Werder erklärte Bremens Sportchef Frank Baumann, dass man den aktuellen Tabellenplatz allerdings nicht überbewerten dürfe. Die Tabellenplatzierungen der schweren, kommenden Gegner ​Schalke 04 (15.) und ​Bayer Leverkusen (14.) würden zeigen, "dass die Tabelle noch keine Aussagekraft hat. Schalke und Leverkusen stehen normalerweise seit Jahren dort, wo wir hin wollen." Das bekräftigt den neuen, gewachsenen Anspruch des SV Werder - denn Schalke und Leverkusen qualifizierten sich in der vergangenen Saison für den europäischen Wettbewerb.

Das Ziel an der Weser ist also Europa. Obwohl Werder dabei aktuell auf einem guten Weg scheint, möchte Baumann zuerst den weiteren Verlauf der Spielzeit abwarten: "Sieben Spieltage sind nicht einmal ein Viertel der Saison. Deshalb fühlen wir uns weder bestätigt in unseren Ansagen noch werden wir uns zurücklehnen. Wir sind auf einem guten Weg, aber es gibt noch viel zu tun." 


Deshalb werde man auch beim nächsten ​Bundesliga-Spiel auswärts bei Vize-Meister Schalke 04 als "Außenseiter" antreten. Darüber hinaus haben die Bremer bisher stark von ihrem Spielplan profitiert und die Hinrundenspiele gegen die aktuellen Top-Sechs-Teams Borussia Dortmund, RB Leipzig, Borussia Mönchengladbach und Bayern München noch vor sich.


Dennoch braucht sich Werder unter dem neuen Erfolgstrainer Florian Kohfeldt nicht zu verstecken: Vor allem die sonst chronisch schwache Werder-Abwehr zeigt sich unter Kohfeldt deutlich verbessert und ist mit aktuell acht Gegentoren eine der besten der Liga. Sollte Rekordneuzugang Davy Klaassen nun noch ein wenig effektiver spielen und Youngster Maxi Eggestein seine Topform halten, könnte sich ​Werder Bremen zum ersten Mal seit 2010 wieder für den Europapokal qualifizieren. Das sieht auch Shooting-Star Eggenstein so: "Wir haben das Ziel formuliert, dass wir international spielen wollen. Das ist unser Anspruch."